Es blüht

01. Mai 2021 | Schulleitung: F.-J. Hanneken | Kategorien: Aktuelles

Auf dem Weg zur Klosterpforte fällt der Blick – wie in manchem Maienlied besungen – auf Grünendes und Blühendes, sorgsam gepflanzt und arrangiert, in guter Erde gut versorgt. Und dann gibt es – wie hier – das Unerwartete, Ungeplante, gar Unwahrscheinliche.

Der Mai ist gekommen – was kommt da auf uns zu? Die Zukunft birgt beides: das Geplante und das Ungeplante. Pläne passen nicht so gut zur Pandemie, wie lernen musste, wer es noch nicht wusste; aber angesichts sinkender Inzidenzwerte dürfen wir die Hoffnung hegen, bald wieder Schülerinnen und Schülern in der Schule zu begegnen.

„Es wird sich geben“, sagt der Volksmund. Und zu diesem „Es“ darin stammt von dem philosophischen Dichter Peter Gan ein tiefsinniges Gedicht:

ES

Es gibt alles, was beliebt:

Nacht wie Licht.

Nur das Es, das alles gibt,

gibt es nicht;

wenn es nicht dem Es beliebt,

dass es sich (wie alles) gibt.

Und meint nicht der Mai mit allem, was die Dichter in ihm besingen, gerade diesen Mehrwert mit? Das Pflänzchen am Fuß der Treppe zur Klosterpforte wächst übrigens nicht weit von der Marienstatue, von Maria und ihrem ganz und gar unwahrscheinlichen Leben.

Es blüht. Was uns blüht, wissen wir nicht so genau. Aber staunen dürfen wir schon jetzt – und Hoffnung haben. Ihnen und Euch allen eine gute Zeit durch den Mai,

Franz-Josef Hanneken