Schule in Zeiten von Corona – am Mittwoch geht’s los!

18. April 2020 | FranzJosef Hanneken | Kategorien: Aktuelles, Corona

Liebe Schülerinnen und Schüler,

Euch allen herzliche Grüße aus dem stillen Handrup! Ich hoffe, Ihr seid mit Euren Familien bislang gut durch die Zeit gekommen und konntet auch, wenn auch auf ganz andere Weise als sonst, das Osterfest begehen – als die Zusage unserer Befreiung zu wirklichem und endgültigem Leben. Dieses Versprechen gilt auch in unserer Trauer um uns nahe und liebe Verstorbene. Hätte es eine Vollversammlung nach den Osterferien gegeben, hätten wir dort für die verstorbene Frau Beate Bregen-Meiners gebetet, deren Kinder zu unserer Schulgemeinschaft gehören, ebenso wie die Schwester des verstorbenen Benjamin Wolter, der von zwei Jahren am Leoninum sein Abitur gemacht hat. Aber wir können auch so an sie denken, vielleicht eine Kerze entzünden, ein Gebet sprechen – und an jene, die um sie trauern. So denken wir auch an den verstorbenen Pater Walhorn, der lange Jahre zum Kloster Handrup gehörte. Möge Gott sie und alle unsere Verstorbenen in seinen großen Frieden aufnehmen!

Seit Donnerstag wissen wir, wie in Niedersachsen der weitere Fahrplan für die Schule aussieht. Vieles ist noch nicht endgültig klar, anderes muss jeweils in der Schule nach den Bedingungen dort entschieden werden. Die Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang 12 werden als erste wieder zur Schule gehen. Ab dem 11. Mai werden sie in kleinen Gruppen unterrichtet werden. Die Herausforderung wird auch darin bestehen, die nötigen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen zu realisieren. Große Gruppen werden geteilt werden müssen, so dass evtl. mit einem wöchentlichen Wechsel zu rechnen ist. Und so geht es dann absteigend mit den übrigen Jahrgängen weiter. Die Sechst- und Fünftklässler werden erst Ende Mai oder Anfang Juni wieder in der Schule sein.

Es ist also leicht zu sehen, dass der Arbeit zu Hause ein ganz besonderer Stellenwert zukommt. Insgesamt hat das vor den Osterferien schon recht gut geklappt. Wir haben dabei aber noch wenig an Struktur vorgegeben. Es ging uns darum, Euch in Kontakt mit den Lehrerinnen und Lehrern Eurer Kernfächer zu halten. Jetzt wird es etwas komplexer werden. Wir werden dazu die Plattform Moodle nutzen. Unser IT-Team hat im Hintergrund schon sehr gearbeitet und Anleitungen zur Nutzung erstellt. An dieser Stelle danke ich darum sehr herzlich Herrn Hagedorn, Herrn Amshove und Herrn Königschulte – und auch Oliver Enes gilt ein Dankeschön; er hat uns bei der aktuell zugeschnittenen Einrichtung der Lernplattform tatkräftig unterstützt.

Unten findet Ihr einen Link zu den Anleitungen für die Moodle-Nutzung.

In dieser für unsere Schulgemeinschaft herausfordernden Situation kommt es darauf an, dass alle Beteiligten sich auf die neuen Gegebenheiten einlassen. Dann allerdings können auch ganz neue oder eben andere und interessante Lernerfahrungen dabei herauskommen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das gemeinsam packen. Wenn diejenigen, die dabei waren, sich an unsere Schulfahrt nach Spanien erinnern, dann daran, dass auch dabei jeden Tag neue Herausforderungen, für die es keine Blaupause, keine vorgefertigten Handlungsanweisungen gab, bewältigt werden mussten. Mit Offenheit, gutem Willen, Solidarität und Einsatzbereitschaft ist auch das Besondere zu leisten. Wir werden das hinbekommen.

Laut Kultusministerium soll es ab Mittwoch dann mit dem Homeschooling losgehen.

Zur Unterstützung der Selbstorganisation, die von Euch in besonderem Maße zu leisten sein wird, beginnen wir den häuslichen „Schultag“ immer um 8:00 Uhr. Auf unserer Homepage findet Ihr dann einen religiösen Impuls in Text und oder Bild. Wie Ihr ja in der Schule auch jeden Morgen mit einem Gebet beginnt, so könnt Ihr auch zu Hause den Impuls für den Tag lesen, meditieren, beten – und dies in dem Wissen, dass wir alle zu dieser Zeit dasselbe tun. Auch ohne Vollversammlung, ohne den Klassenraum, die Begegnungen in den Pausen, das Refektorium, … wird es auf diese Weise ein Gefühl für die Gemeinschaft geben. Wir wollen das vielleicht auch noch auf anderen Wegen bestärken. Auf jeden Fall danke ich schon einmal dem Schulpastoralteam für die Bereitschaft und Vorbereitung dieses Starts in den Tag.

Am Leoninum bedeutet Schulalltag und Schulleben immer mehr als Unterricht. Ich möchte Euch ermutigen, uns auch zu kontaktieren, wenn etwas nicht so gut läuft. Die Vertrauenslehrer, Frau Steffens und Herr Boensch, die Schulpastoral oder auch Eure Klassen- oder Fachlehrer und –lehrerinnen stehen Euch unkompliziert zur Verfügung. Der gute alte Weg über das Telefon kann dabei sehr hilfreich sein.

Also, passt gut auf Euch auf, aber eben auch auf einander – und seid herzlich gegrüßt von

Eurem

Franz-Josef Hanneken

PS: Hier geht es zum Brief des Kultusministers an die Eltern und Schüler/innen