Eindrücke vom Tag der offenen Tür 2014

Schülerinnen und Schüler, die ab dem Schuljahr 2014/15 das Leoninum besuchen wollen, hatten mit ihren Eltern und Geschwistern am 19. Januar 2014 beim “Tag der offenen Tür” Gelegenheit, hinter die Kulissen des Leoninum zu schauen. Und es gab viele Interessierte…

In der rappelvollen Aula begrüßten Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d die Gäste mit dem “Leoninum-Rap” und stellten Schulleiter, stellvertretenden Schulleiter und Rektor kurz vor. Schulleiter Franz-Josef Hanneken wendete sich nun an die Gäste und gab ihnen einen kurzen Eindruck vom Geist der Schule. Ein Grußwort von Rektor P. Olav Hamelijnck SCJ (Schulträger) schloss sich an. Den Schluss der Vorträge machte der stellvertretende Schulleiter Paul Wöste mit seinen durch Powerpoint-Folien gestützten Informationen zum Schulalltag.

Anschließend war Gelegenheit zum Kaffee gegeben, es wurden aber auch geführte Rundgänge durch die Schule angeboten, und wer wollte durfte sich auch allein auf den Weg machen. In vielen Klassen- und Fachräumen präsentierten Kollegen ihre Fachgruppen, unterstützt von Schülergruppen verschiedenster Jahrgänge. Vieles gab es zu entdecken, und wer schon “alles” gesehen hatte, konnte noch eine Schulrallye (Stationslauf) mit ein paar Quizfragen absolvieren.

Die Fotos geben einen Eindruck vom “Tag der offenen Tür 2014” wieder.

(Ulrich Tönnies)

Roi pour un jour!

koenige1 koenige2Im Französichkurs der Klassen 9b/c/e lernten die Schülerinnen und Schüler zum Jahresbeginn anlässlich des Festes der Heiligen Drei Könige die Geschichte und Bräuche rund um die „Galette des Rois“ in Frankreich kennen.

Traditionell wird der Kuchen aus Blätterteig und Marzipan mit einer Flasche Champagner in der Familie, aber auch unter Freunden und Kollegen gegessen.

Ein Videoclip zeigte den Französischlernerinnen und –lernern, dass die Tradition der „fete des rois“ in Frankreich eine große gesellschaftliche Relevanz hat.

In ein Kuchenstück wurde früher eine Bohne (heute eine kleine Figur) eingebacken. Wer die Figur findet, ist König für einen Tag!

Aus der Gruppe von Frau Schlütke wurde nach dem Kuchenesssen Laura Wagner zur „Königin für einen Tag“ und Marc Knieper zum „König für einen Tag“!

Jahresanfangsgottesdienst 2014

Ein ökumenischer Jahresanfangsgottesdienst der Schulgemeinschaft des Leoninum stand am Beginn des neuen Jahres. Der Gottesdienst mit Musik, Gebeten und Gesang stellte das Teilen in den Mittelpunkt, als Höhepunkt wurde Brot gebrochen und wie im Evangelium berichtet verteilt. Mit guten Wünsche für das Jahr und ein paar Bekanntmachungen durch Schulleiter Franz-Josef Hanneken endete der Gottesdienst.

(Ulrich Tönnies)

Anna Dinius und Silas Geers in Venezuela

Am Freitag, dem 13.September ging es los: 9 Monate Venezuela. Natürlich ist man da aufgeregt, mit jeder Stunde im Flieger wird man gespannter, wie die „neue Heimat auf Zeit“ wohl sein wird. Die erste Nacht verbrachten wir im Zentrum der Hauptstadt Caracas. Sogleich konnten wir uns ein erstes Bild von Venezuela machen: verrückter Verkehr, die Bauweise der Häuser eher praktisch als ästhetisch und es ist vor allem heiß. Kurzum: Es ist das genaue Gegenteil vom geordneten Deutschland. Zu unserem Glück sprach einer der dortigen Padres ein holpriges Deutsch, sodass wir uns trotz noch mangelnder Sprachkenntnisse mit einem deutsch-spanisch Gemisch gut verständigen und den Blick auf Caracas von der Dachterrasse aus genießen konnten. Am nächsten Morgen ging es dann schon nach Tinaquillo, unserer vorläufigen Wahlheimat mit knapp 100.000 Einwohnern, was nach venezolanischem Verständnis eher eine Kleinstadt ist. Und tatsächlich herrscht hier eher ein dörfliches Ambiente.

Die Gemeinde der Herz-Jesu-Priester, in der wir leben und arbeiten, umfasst das Stadtgebiet sowie einige Vorstadtviertel. Neben der großen Kirche im Zentrum gibt es noch acht kleinere Kapellen in den jeweiligen Vierteln. Im Casa Parroquial, dem Gemeindehaus, leben zwei Padres und auch wir. Im Seminario, welches nur 150m von Casa Parroquial und Kirche entfernt ist, wohnen noch zwei andere Dehonianer. In beiden Häusern gibt es ausreichend Räumlichkeiten, in denen sich  Jugendgruppen, Chöre und andere Gruppen der Gemeinde treffen können. Zudem haben die Padres vor Jahren zwei „Comedores“ ins Leben gerufen. Vor allem Pater Pio sorgt sich mit viel Herz und Engagement für die Unterhaltung dieser. Die Comedores befinden sich in den Armenvierteln von Tinaquillo, hier bekommen Kinder armer Familien jeden Mittag eine kostenlose Mahlzeit.

Und da sind wir auch schon bei unserer Hauptaufgabe: Montags bis donnerstags fahren wir  zweimal täglich dorthin und üben mit den Kleinen schreiben und lesen, die Älteren unterrichten wir in Mathematik und Englisch. Gespielt wird natürlich hin und wieder auch. Der Unterricht ist nichts als Schulersatz gedacht, sondern ist mehr ein Nachhilfeunterricht, damit die Kinder trotz ihrer zum Teil sehr armen Familienverhältnisse gute Noten in der Schule bekommen und so die Möglichkeit auf eine gute Berufsausbildung besteht. Der Freitag ist stets für den Einkauf der Lebensmittel für die Comedores eingeplant. Außerhalb der Betätigung in den Comedores helfen wir so gut wir können dem Pater Pio. Leider ist dieser an Parkinson erkrankt und dementsprechend in seinen körperlichen Fähigkeiten eingeschränkt. Unterkriegen lässt er sich dadurch nicht und versucht weiterhin, rege am Gemeindeleben teilzunehmen. Er selbst bezeichnet uns immer als seine Chauffeure, Sekretäre und Helfer für alles. So bringen wir ihn z.B. zu den Kapellen oder eben dorthin, wo er gerade hinmöchte und helfen ihm bei Arbeiten am Computer. Dabei muss man aber sagen, dass wir uns hier auf keinen Fall überarbeiten und genügend Freizeit haben, die wir u.a. oft mit den Jugendlichen unseres Alters verbringen.

Venezuela hat aber auch seine Schattenseiten. Eines der größten Probleme ist die Gewalt. Überfalle, Raub bis hin zum Mord ist hier in manchen Gegenden (besonders Caracas) keine Seltenheit. Auch in unserem Tinaquillo ist die Kriminalität nicht außer Acht zu lassen. Doch schon ein paar einfache Regeln helfen, das Risiko eines Übergriffes zu vermindern, z.B. nicht alleine im Dunkeln durch die Stadt gehen und Wertsachen auch nicht am Tag offen zeigen. Die Einschränkungen durch die Kriminalität hindern einen aber nicht allzu sehr. Man ist viel in Gruppen unterwegs und fröhliche „Fiestas“ mit viel Salsa und dem ein oder anderen Bier werden zu Genüge auch bis in spätere Stunden gefeiert. Ein weiteres großes Problem stellt die Regierung dar und damit einhergehend die wirtschaftliche Lage und das  vorherrschende politische System. Außer Benzin und Öl/Gas sind viele Produkte für die Einwohner sehr teuer, weil die Wirtschaft z.B. von überaus starker Inflation geplagt ist. Viele für uns selbstverständliche Dinge wie Milch oder Weizenmehl gibt es fast überhaupt nicht zu kaufen, auch die Beschaffung von Toilettenpapier gestaltet sich manchmal ein bisschen schwierig. Glücklicherweise sind wir von den meisten Problemen nur indirekt betroffen. Die Herz-Jesu-Priester, so wie alle Geistlichen, genießen in Lateinamerika ein hohes Ansehen. Jeder in der Gemeinde kennt sie und sie kennen jeden. Vor allem Pater Pio, der mittlerweile 30 Jahre in Tinaquillo lebt, ist in der Stadt sehr bekannt. Für jedes Problem, für jedes Anliegen ist immer schnell jemand gefunden, der helfen und das Problem lösen kann. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber an die unterschiedliche Lebensweise, man kommt auch damit klar, dass eben keine Milch auf dem Frühstückstisch steht.

Nach drei Monaten lief dann unser Touristenvisum ab und wir nutzten diese Gelegenheit, um ein wenig mehr von Lateinamerika zu sehen. Uns standen die Türen der Dehonianer in den Nachbarländern offen und schließlich entschieden wir uns für Quito – Ecuador, auf 3000m Höhe im Herzen der Anden. Herzlich wurden wir empfangen und verhielten uns dort in den zwei Wochen wie Touristen, besuchten Sehenswürdigkeiten in und um Quito, darunter „La Mitad del Mundo“ (Äquatorlinie), den imposanten 6000er-Volkan Cotopaxi sowie einen indigenen Markt. Am letzten Abend ließen wir uns vom „Panecillo“ aus vom nächtlichen Quito beeindrucken. Unsere Rückreise sollte über Kolumbien erfolgen, um dann mit dem Auto die Grenze zu passieren. Eine uns unbekannte Gesetzesänderung verwehrte uns allerdings den Erhalt eines neuen Visums. Vom fernen Tinaquillo aus konnten die Dehonianer dann zum Glück eine Unterkunft in Kolumbien organisieren. Wie gesagt, Kontakte sind hier alles. Die zwei Wochen verbrachten wir folglich in einer Gemeinschaft dreier Ordensschwestern, bis das neue Jahr anbrach und wir endlich nach Venezuela zurückkehren konnten. Leider bedeutet die besagte Gesetzesänderung auch, dass unser Venezuela-Aufenthalt auf nur sechs Monate schrumpft und wir vorzeitig nach Deutschland zurückkehren müssen. Die verbliebenen drei Monate werden wir daher umso mehr genießen.

Handruper Adventssingen 2013

Welch ungeheure Anziehungskraft das Handruper Adventssingen mittlerweile ausübt, wurde schon eine gute halbe Stunde vor dem Beginn des Konzertes in der zu diesem Zeitpunkt bereits voll besetzten Klosterkirche deutlich: Gleich dutzendweise mussten zusätzliche Hocker herangeschafft werden, um den unablässig in das Gotteshaus strömenden Gästen noch Sitzgelegenheiten zu bieten. Dass sich die Zuhörer am Ende erhoben und allen Beteiligten, insbesondere dem musikalischen Leiter Benno Hüer, lang anhaltenden Beifall spendeten, war schließlich sicht- und hörbarer Ausdruck dessen, dass auch die jüngste Auflage dieses musikalischen Ereignisses wieder ein voller Erfolg war.

Marius Hüer am Klavier und Rebekka an der Querflöte lieferten mit „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ die musikalische Eröffnung, bevor dann alle Besucher in das besagte Kirchenlied einstimmten und damit auch den besonderen Reiz des jeweils am vierten Adventssonntages stattfindenden Konzertes deutlich machten, nämlich die Freude am gemeinsamen Gesang. Eine fulminate Leistung lieferte auch in diesem Jahr wieder der eigens für das Adventssingen ins Leben gerufene Projektchor. Die aus Lehrern, Eltern und Schülern bestehende Gemeinschaft brachte unter anderem sowohl traditionelles deutsches („Es ist ein Ros entsprungen“) oder englisches Liedgut („Hark! The Herald Angels Sing“) als auch erst in jüngerer Zeit entstandene Lieder, wie beispielsweise John Rutters „Candlelight Carol“, zu Gehör. Mit großer Andacht lauschte das Publikum den Interpretationen der Gruppe „Auftakt“. Zum Repertoire der Sänger gehörten in diesem Jahr „Es kommt ein Schiff geladen“ und „Gaudete Christus est natus“. Mit dem Abendsegen aus „Hänsel und Gretel“ traten Dr. Claudius und Ruth Reinke, begleitet von Thomas Rekers am Klavier, vor das Publikum. Viel Applaus erhielt auch Franziska Beste für ihre Interpretation von „The First Noël“. Neben den Gesangsdarbietungen vermochten auch die Instrumentalstücke zu begeistern. Hanna Coppenrath, Anja Kähler und Tanja Siemer beeindruckten mit dem auf ihren Violinen vorgetragenen Pastorale aus Arcangelo Corellis Weihnachtskonzert. Lena Meyer, Hannah Schoo und Rosalie Temmen ließen auf ihren Querflöten „Gloria In Excelsis Deo“ und „Fröhliche Weihnacht überall“ erklingen. Ein weiteres Querflötentrio bildeten Rebekka Demann, Luisa Temmen und Nane Thünemann, die Johann Pachelbels Kanon in D-Dur intonierten. Isabel Athmer präsentierte auf ihrer Querflöte den „Marsch aus der Nussknacker-Suite“. Poppige Töne schlugen Julia Rensen und Elisa Mersch an, die das Lied von Rudolph, dem „Red Nosed Reindeer“ auf ihren Altflöten vortrugen. Zeitgenössische Musik gab es auch von Ferdinand Temmen, der Yirumas „Rivers Flow in You“ am Klavier präsentierte, auf dem etwas später Fabian Makowski „Happy Xmas“ von John Lennon intonierte. Zum Gelingen des Konzertes, das traditonell mit dem gemeinsamen Singen von „O du fröhliche“ endete, trugen schließlich auch Birgit Postmeyer an der Orgel sowie Dieter Vinke bei, der mit seinen Lesevorträgen zwischen den einzelnen Musikstücken die Zuhörer in den Bann zog.

(Hermann-Josef Rave)

Gelungene Symbiose von Tradition und Improvisation – „Jazz Before Christmas“ in der Handruper Klosterkirche

Viel Beifall ernteten Jan von Klewitz (links) und Markus Burger in der Handruper Klosterkirche.
Viel Beifall ernteten Jan von Klewitz (links) und Markus Burger in der Handruper Klosterkirche.

Einen Fixpunkt im Jahresplan des Gymnasiums Leoninum bildet das alljährlich in der Adventszeit stattfindende Konzert „Jazz Before Christmas“ mit Markus Burger am Klavier und dem Saxophonisten Jan von Klewitz. Nach dem zehnjährigen Jubiläum im vergangenen Jahr fand auch die elfte Auflage des in der Umgebung einmaligen Konzertabends wieder ihr Publikum in der Handruper Klosterkirche, die vom Schein Dutzender Kerzen und Teelichter in ein sanftes Licht getaucht war.

Am bewährten Konzept des Abends, zwischen den Musikstücken Schülerinnen und Schüler ans Mikrofon treten zu lassen, wurde in den zurückliegenden Jahren – abgesehen von kleinen Variationen – im Grundsatz festgehalten. Melanie Griep und Thomas Berns, beide Lehrkräfte für katholische Religion und Deutsch und in diesem Jahr gemeinsam mit Angelika Meemann für Konzeption und Durchführung verantwortlich, hatten ein straffes und homogenes Programm auf die Beine gestellt, das den beiden Musikern breiten Raum zur musikalischen Entfaltung einräumte. Die von den Schülerinnen und Schülern aus der Unter-, Mittel- sowie Oberstufe vorgetragenen Texte und Textfragmente stimmten das Publikum inhaltlich auf die Weihnachtszeit ein.

Den Erwartungen des Publikums wurden Burger und von Klewitz wieder einmal gerecht. Ganz im Sinne des Jazz und dabei auf ihre ganz eigene Art und Weise interpretierten sie bekannte weihnachtliche Lieder und Choräle. Mit teilweise atemberaubender Geschwindigkeit ließ Markus seine Hände über die Tasten gleiten, während Jan von Klewitz seinem Saxophon nicht nur ganz leise, sondern auch das gesamte Kirchenschiff füllende Töne entlockte. Im Dialog der beiden Instrumente entstand so eine Verbindung von bekannter Tradition und kreativer Improvisation, in der vertraute Klänge und Tonfolgen immer wieder durchschienen, sich allmählich auflösten und dann wieder herauskristallisierten. Zu den Klassikern wie „Es ist ein Ros entsprungen“, „Amazing Grace“ oder „Maria durch ein Dornwald ging“ gesellten sich sich auch Eigenkompositionen wie das als Reaktion auf den Tod des Vaters von Markus Burger entstandene „Homecoming“. Mit dem schon obligatorischen „Lobe den Herren“ sollte das Konzert schließlich seinen Ausklang nehmen, das tat es allerdings erst, als die letzten Töne der Zugabe verklungen waren.

(Hermann-Josef Rave)

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