Die letzte???

Sollte das heute wirklich unsere letzte Vollversammlung in der neuen Sporthalle gewesen sein? Herr Hanneken machte heute so eine Andeutung, dass Anfang Juni die neue Aula vielleicht schon fertig sein könnte. Also, ich fand’s gar nicht so schlecht in der Sporthalle und habe schnell noch ein Foto gemacht. Aber auf die neue Aula sind wir natürlich alle gespannt!

Außerdem gab es auch jede Menge Bekanntmachungen, Siegerehrungen, “Spanisches”, … doch darüber soll in einem anderen Artikel berichtet werden.

Eine “ungeplante” Schulfahrt

Nein, nein, keine Sorge! Es ist nicht zu befürchten, dass das Leoninum im September ohne einen Plan nach Spanien fährt! Und doch haben wir im Jahr 2005 bei unserer Schulfahrt nach Rom die Erfahrung gemacht, dass sich Pläne schnell zerschlagen können: Eigentlich wollten wir zur Seligsprechung von P. Leo Dehon fahren, doch diese wurde kurzfristig verschoben. Doch die Fahrt war geplant, also sind wir trotzdem nach Rom gefahren. Kurz vorher war Papst Johannes Paul II. gestorben. Am Tag unserer Abfahrt begann das Konklave zur Bestimmung eines neuen Papstes; das Konklave brachte überraschend schnell “weißen Rauch”. Und so waren die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Eltern mit über 1000 Personen auf dem Petersplatz die zahlenmäßig größte Gruppe bei der Einführung des neuen Papstes Benedikt XVI. Und das – war nun wirklich nicht geplant!

 

 

 

 

 

 

 

 

Kreativ für Spanien

Kennen Sie “shuuz”? Also, ich kannte diese Organisation, die gebrauchte Schuhe sammelt und den Erlös an die Sammler gibt, jedenfalls nicht, bis ich vor einigen Tagen in der Schule Plakate sah, dass die Klasse 5 d mit dieser Aktion Geld für die Finanzierung der Schulfahrt nach Spanien sammelt.

Wie man überhaupt sagen kann, dass vielfältige und attraktive Aktionen im Vorfeld der Spanien-Fahrt stattgefunden haben und noch stattfinden werden: Das reicht von Waffel- und Kuchen-Verkauf über Festival-Bändchen (s. Foto) und ein Kochbuch bis hin zu einem großen Fußball-Turnier. Angedacht ist auch schon ein Doppelkopf-Turnier!

Man sieht, dass die Vorfreude – wie es auch schon bei den früheren Schulfahrten der Fall war – die Kreativität, Aktivität und das Gemeinschaftsgefühl wachsen lassen.

“Queridos alumnos …”

… so beginnt das Grußwort der Botschafterin von Spanien in Berlin, Frau Maria Victoria Morera, und sie vergisst natürlich auch nicht die “estimados padres y profesores”. Sehr schnell und sehr nett hatte sich die Botschafterin bereit erklärt, die Schulfahrt des Leoninums mit einem Grußwort zu unterstützen. Den kompletten Text mit einer Übersetzung gibt es dann in dem Reiseführer zu lesen, der aktuell erstellt wird. Muchas gracias, Frau Botschafterin!

MdB Beeck besuchte das Leoninum

Zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Wochen bekam das Leoninum in diesen Tagen Besuch von einem Bundestagsabgeordneten. Dieses Mal war es Herr Jens Beeck aus Lingen, der sich die Zeit nahm und zwei Unterrichtsstunden mit einem Politik-Kurs des 11. Jahrgangs und einer 9. Klasse diskutierte. Dabei ging es vorrangig um Fragen des technischen Fortschritts wie Einsatz von Robotern, Digitalisierung, selbstfahrende Autos und in Reagenzgläsern “gezüchtetes” Fleisch. Wie wird die Welt von morgen aussehen und wie wird das Leben der heutigen Schülergeneration in 20 Jahren sein? Ein spannende Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern ergab sich, für die die Zeit bei weitem nicht ausreichte!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einblicke in die Welt der Literatur – Text des Monats April

Christian Hofmann von Hofmannswaldau:
Vergänglichkeit der Schönheit (1695)

Es wird der bleiche Tod mit seiner kalten Hand
Dir endlich mit der Zeit um deine Brüste streichen
Der liebliche Corall der Lippen wird verbleichen;
Der Schultern warmer Schnee wird werden kalter Sand

Der Augen süsser Blitz, die Kräffte deiner Hand
Für welchen solches fällt, die werden zeitlich weichen
Das haar, das itzund kan des Goldes Glantz erreichen
Tilget endlich tag und jahr als ein gemeines band.

Der wohlgesetzte Fuss, die lieblichen Gebärden
Die werden theils zu Staub, theils nichts und nichtig werden
Denn opfert keiner mehr der Gottheit deiner pracht.

Diß und noch mehr als diß muß endlich untergehen
Dein Hertze kan allein zu aller Zeit bestehen
Dieweil es die Natur aus Diamant gemacht.

(Heinz Koops)

Abitur!

In der Alten Sporthalle ist alles vorbereitet – am morgigen Montag beginnt wie überall in Niedersachsen das schriftliche Abitur. Als erstes Prüfungsfach steht Geschichte auf dem Programm. Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, viel Erfolg euch allen!

Die geheimnisvolle Welt der Etrusker

Tomba die Leopardi: Diener und Musikanten. Etruskische Wandmalerei. Um 475 v. Chr. Tarquinia; auch abgebildet in: Campus A, Textband, Bamberg 2012, S. 117.

Im Unterrichtswerk „Campus“ (L. 16/17) lernen die Schülerinnen und Schüler die geheimnisvolle Welt der Etrusker kennen. Als „Transportmittel“ für diese Unterrichtssequenz fungiert eine fiktive Kriminalgeschichte, in deren Mittelpunkt der Opferpriester (haruspex) Velthurius steht. Er ist wie seine Familie stark von etruskischen Traditionen durchdrungen und beklagt den Diebstahl seines für die Durchführung religiöser Rituale unabdingbaren „heiligen“ Buches. Dadurch wird nicht nur die Bedeutung des Buches für den Staatskult, sondern auch die damit einhergehende Bedrohung der sozialen Existenz seiner Familie offenbar. Die Spur zur Aufklärung des „Verbrechens“ führt die Lernenden fort von Rom nach Ostia. Als Versteck der Diebe wird die Nekropole der Hafenstadt aufgespürt, die Bande dingfest gemacht, das „heilige“ Buch dem Priester – den Göttern sei’s gedankt – zurückgegeben.

Zwei für die Erschließung etruskischer Kultur und Lebensweise wesentliche Aspekte werden den Lesern dieser Kriminalgeschichte vor Augen geführt: die Bedeutung der (Staats-) Religion und die der Nekropolen für die Jenseitsvorstellungen der Etrusker.

Tatsächlich glaubten die Etrusker an das ständige Eingreifen göttlicher Mächte in ihr Tun und Handeln und ersannen vielerlei Künste, in die Zukunft zu sehen. Ihre Priester deuteten Naturerscheinungen und den Flug der Vögel (augures) oder sie untersuchten die Eingeweide der Opfertiere (haruspices). Die Römer übernahmen diese „Kompetenzen“ und fassten sie als „Disciplina Etrusca“ zusammen.

Was aber wissen wir sonst noch über dieses immer wieder als rätselhaft beschriebene Volk der Etrusker? Vom 7. bis zum 5. vorchristlichen Jahrhundert lebten sie im Gebiet der heutigen Toscana. Woher sie kamen, ist wissenschaftlich bis heute nicht ausgemacht. Sie waren in einem System von Stadtstaaten organisiert und herrschten zeitweilig auch über Rom. Ihre Sprache gehörte nicht der indo–europäischen Familie an und ist zum Teil unübersetzbar. Etwa hundert Jahre dauerte die etruskische Herrschaft über Rom, bis ihr letzter König, Tarquinius Superbus, 509 v. Chr. entmachtet und die römische Republik ausgerufen wurde. Eine Reihe militärischer Niederlagen leitete ab dem 3. Jh. den Niedergang der Etrusker ein, bis ihr Staat im 1. Jh. allmählich mit dem römischen verschmolz. Dennoch blieb der etruskische Einfluss noch lange erhalten. Etruskische Nekropolen mit ihren ausgemalten Grabkammern können heute noch in Mittelitalien besichtigt werden und so lässt sich postum ein relativ konkreter Blick auf die Mentalität dieses tatsächlich rätselhaften Volkes werfen, wenn man zudem griechische und lateinische Schriftquellen hinzuzieht. Danach liebten die Etrusker die Jagd und das Feiern und ihren Frauen wurde gutes Aussehen und eine enorme Trinkfestigkeit attestiert, sogar an männlichen Gastmählern durften sie teilnehmen – aus griechischer Sicht ein Skandalon! So nimmt es nicht wunder, dass die Griechen die emanzipierten Etruskerinnen als sittenlose Gestalten herabgewürdigt haben.

Berühmter Exponent etruskischer Lebensweise war der reiche Maecenas, der die Künste und Wissenschaften zur Zeit des Kaisers Augustus förderte. Stolz war er auf seine etruskischen Wurzeln und wer immer durch Geist und Witz oder durch irgendeine Kunstfertigkeit zur Unterhaltung beizutragen vermochte, fand unschwer Zulass zu seiner Tafel: Dichter, Literaten, Mimen, Tänzer, Sänger, lockere Mädchen, sofern sie nur hübsch genug waren. Schon dieser Umgang war Römern alten Schlages ein Dorn im Auge.

Die Kriminalgeschichte endet nicht zufällig in einer Nekropole. Von ihren Toten verabschiedeten sich die Etrusker mit einem Leichenschmaus. Ganze Hausstände verschwanden dabei in den Grabkammern. An nichts sollte es den Verstorbenen fehlen. Diese Verbundenheit zwischen Lebenden und Toten, dazu ein ausgeprägter Ahnenkult, verweisen auf einen starken Sinn fürs Religiöse.

Von ihnen selbst ist keine Literatur überliefert, nur Inschriften und Urkunden. Das Badische Landesmuseum lässt bei der seit vielen Jahren größten deutschen Etrusker–Ausstellung deshalb archäologische Funde sprechen: Reliefs, Statuen, Waffen und Schmuck: über 400 Exponate. Vieles davon ist erstmals in Deutschland zu sehen.

„Die Etrusker – Weltkultur im antiken Italien“, so der Titel dieser ungewöhnlichen Ausstellung. Sie ist noch zu erleben bis zum 17. Juni 2018, im Landesmuseum in Karlsruhe.

PS: Cicero selbst ist es, der uns das „Augurenlächeln“ erklärt, indem er dem „knorrigen“ alten Cato ein köstliches Bonmot in den Mund legte. „Cato sagte, ja, er wundere sich, dass ein Augur nicht lächeln müsse, wenn er einem anderen Auguren begegne.“  (Johannes Leifeld)

(Bildnachweis)

Einsichten in die Aula

Gleich zwei Baustellen zeigt dieses Foto: Unseren neuen Aula-Trakt und die geplante Schulfahrt nach Spanien. An beiden Baustellen wurde in den Osterferien viel gearbeitet. Hier zunächst ein Foto ins Innere der Aula vor den Osterferien:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und so sieht das Innere jetzt aus:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rechtzeitig zur Entlassung der Abiturientia und zum Sommerfest soll alles fertig sein!

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