Morgenimpuls am 11. Mai 2020

Guten Morgen, liebe Schulgemeinschaft, alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer zu Hause und hier im Leoninum!

Wir beginnen unser Morgengebet heute mit einem Lied. Ihr könnt es hören unter: https://www.youtube.com/watch?v=pvCNRzL6_wk und auch selbst mitsingen. Ihr findet es im Schulgebetbuch unter der Nr. 202.

Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen und neu beginnen, ganz neu…

Ja, heute beginnen wir ganz neu. Es ist so weit, heute steigt der Jahrgang 12 wieder in den Präsenzunterricht am Leoninum ein – aber ganz anders als wir es gewohnt waren.
Folgende Zitate der letzten Tage zeigen uns eine neue Lebensrealität auf:
„Wir müssen noch eine ganze Weile mit dem Corona-Virus leben.“  
„Wir leben nicht nach der Pandemie, sondern wir leben mitten in der Corona-Pandemie. „  „Es besteht in der Tat kein Anlass zur Sorglosigkeit.“ (Helge Braun, Kanzleramt Chef)
„Es kommt jetzt sehr auf die Disziplin der Bürger an.“ (Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte)
„Wir haben die allererste Phase der Pandemie hinter uns, aber uns muss bewusst sein, dass wir immer noch am Anfang der Pandemie sind und wir noch eine lange Auseinandersetzung mit dem Virus vor uns haben.“ (Angela Merkel, Bundeskanzlerin)
 „Das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und damit die Menschen in unserem Land zu schützen und unser Gesundheitssystem nicht zu überfordern ist erst einmal erreicht worden.“ (Angela Merkel, Bundeskanzlerin)
Und um das Erreichte nicht zu gefährden, gibt es viele Regeln und Vorschriften.
Das Hauptgebot lautet: Abstand halten!
Um die Abstandsregelungen im Leoninum einzuhalten, erfolgt der Unterricht in allen Kursen in geteilten Lerngruppen im wöchentlichen Wechsel.  Überall müssen wir mindestens 1,5 m Abstand halten, es gibt Einbahnstraßen, Eingänge und Ausgänge, wir sollen im Gebäude und auf dem Schulgelände Schutzmasken tragen und auch auf die Händehygiene ist besonders zu achten….  Diese wenigen Hinweise (es gibt natürlich noch viel mehr, über die ihr schon informiert worden seid)  zeigen, dass der Schulalltag nicht wie gewohnt ablaufen kann und wird.

Abstand halten – diese Aufforderung klingt erst einmal negativ: Ich möchte mit dir nichts zu tun haben – Du bist mir egal – Ich gehe dir lieber aus dem Weg – Ich habe Angst vor dir – Ich mag dich nicht, usw.  
Alle diese negativen Assoziationen sind hier aber nicht gemeint.
Abstand halten während einer Pandemie heißt: Du bist mir wichtig – Ich will dich und mich schützen – Ich handle verantwortungsvoll – Ich sehe ein, dass dies (solange es keinen Impfstoff gibt) das beste und wirkungsvollste Mittel gegen die Ausbreitung des Virus ist – Mir ist wichtig, die Gesundheit vieler Menschen zu schützen, usw.  
So gesehen entspricht  Abstand halten  genau dem, was Jesus uns gesagt hat:
„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“  (Mt 22, 39)
Abstand halten und dennoch die anderen im Blick haben, sie sehen und hören und erkennen, wenn jemand Hilfe braucht, füreinander da sein.

In diesem Sinne wollen wir nun gemeinsam aus dem Schulgebetbuch die Nr. 47 beten:

Gott, Schöpfer aller Dinge,
du hast uns die Verantwortung für diese Erde übertragen,
für alles, was auf ihr lebt,
für Mensch, Tier und Natur.
Hilf uns zu Gerechtigkeit untereinander,
Frieden miteinander
und zu verantwortungsvollem Umgang mit allem, was lebt und du uns gibst.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn,
in deinem Geist, der uns den Weg des Lebens weist. Amen.

Ich wünsche euch einen schönen Tag, eine gute Woche und Gottes Segen!

Schwester Hanna

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