Was macht der Herr da? Dunkle Gestalten und lichte Augenblicke!

AufTakt sind: Dr. Claudius Reinke, Pater Olav Hamelijnck, Franz-Josef Hanneken, Antonius Kuiter, Benno Hüer, Manfred Heuer und Johannes Leifeld (v. links).

Auftakt_02„Großes Kino“: Auf diesen einfachen Nenner lässt sich bringen, was die Gruppe „AufTakt“ dem Publikum mit ihrem Auftritt in der bis auf den letzten Winkel gefüllten Aula des Gymnasiums Leoninum in Handrup bot. Über zwei Stunden nahmen die Musiker ihr Publikum mit auf eine musikalisch-literarische Reise in die Welt der Gauner und Ganoven. Dabei rissen sie die Zuschauer, die sich teilweise schon eine Stunde vor Konzertbeginn in der Aula eingefunden hatten, immer wieder zu spontanen Beifallsbekundungen hin.

Auftakt_03Unter dem Motto „Was macht der Herr da? Dunkle Gestalten und lichte Augenblicke“ hatte man unter der musikalischen Leitung von Benno Hüer ein Programm entworfen, das Klassiker der Weltliteratur mit Fernsehkrimis, mehrstimmigen Gesang mit Rap so mühelos miteinander verband, dass sich selbst zwischen einem „kleinen grünen Kaktus“, Blut scheuenden Vampiren und Eduard Zimmermanns Fernsehklassiker XY plausible Beziehungen ergaben. Mit bestechendem Wortwitz und virtuoser Sprachakrobatik führte Franz-Josef Hanneken durch den Abend, in dessen Verlauf die mittlerweile sieben Sänger – Dr. Claudius Reinke stieß neu hinzu – immer wieder zu musikalischer Höchstform aufliefen. Neben den „üblichen Verdächtigen“ wie dem „Gärtner“, der „immer der Mörder ist“, oder der „Mimi“, die bekanntlich „ohne Krimi nie ins Bett“ geht, präsentierte die Gruppe unter anderem den „Kriminaltango“ und sogar auch einen Rap („Räubersein ist herrlich, aber auch gefährlich“). Mit detektivischem Spürsinn machte man selbst im scheinbar Harmlosen („Die Caprifischer“, „Schöne Isabella von Kastillien“) das Abgründige dingfest. Johannes Leifeld, neben Manfred Heuer für die Bassstimme verantwortlich, gab die Telefonbuch-Polka zum Besten. Wie schon bei den beiden Vorgängern handelte es sich auch beim jüngsten Programm nicht nur um eine mehr oder weniger beliebige Aneinanderreihung von Liedern zu einem bestimmten Thema, sondern auch das gesprochene Wort und kleine Spielszenen kamen nicht zu kurz. Auftakt_04Dieter Vinke rezitierte gemeinsam mit Antonius Kuiter aus Goethes Faust und klärte mit dem von Franz-Josef Hanneken verfassten Gedicht „Schutzumschlag“ darüber auf, warum ebendieser zu Recht so genannt wird. Als Parodist brillierte Pater Olav Hamelijnck, indem er Franz Josef Strauß, Helmut Kohl oder Rudi Carrell aus den XY-Aufnahmestudios den Fahndungsaufruf des „Handruper Police Departments“ verkünden ließ. Nicht erst beim Sketch, dessen gesamter Text ausschließlich aus Wörtern mit dem Anfangsbuchstaben P bestand, blieb kein Auge mehr trocken. In der in einem Pub angesiedelten Szene wird der vielleicht am häufigsten zitierte, gleichwohl so nie gefallene Satz deutscher Krimikultur („Harry, hol…“) zu „Partner, parke PKW“.

Auftakt_05Mit den letzten Liedern „Do Not Forsake Me, Oh My Darlin’” und „As Time Goes By”, Musik aus den Filmklassikern „High Noon“ und „Casablanca“, fand das Konzert seinen krönenden Abschluss – großes Kino eben, das das Publikum mit lang anhaltendem Applaus zu würdigen wusste. Zum Gelingen des Abends, dessen Einnahmen den Hurricaneopfern auf den Philippinen zu Gute kommen werden, trug schließlich auch die von Helmut Amshove und Matthias Escher gemanagte Technik bei.

(Hermann-Josef Rave)

Gloria in excelsis Deo am 4. Adventssonntag

KrippeMit dem „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens sind“ verkündete der Engel den Hirten die frohe Weihnachtsbotschaft. Dieses „Gloria“ (Lk 2,14) ist auch zentrales Thema der Lieder, die der Projektchor unter der Leitung von Benno Hüer am 4. Adventssonntag in der Handruper Klosterkirche anstimmt. Auf seine ganz spezielle Art hat John Rutter (*1945) diese Botschaft im „Candlelight Carol“ verarbeitet. Ähnlich dem „Christmas Lullaby“ aus dem vergangenen Jahr heben die Frauenstimmen sanft-lieblich-leise an, um anschließend zusammen mit den Männerstimmen auch eine musikalische Vorstellung von der heimeligen Atmosphäre bei der Geburt Christi in Bethlehem zu geben: Kerzenlicht, Feuerschein, Sternenlicht, das das Dunkel der Nacht mit dem Gloria durchbricht. So lyrisch der Text, so einfühlsam die Musik. Ganz anders das Gloria des Deutschen Felix Mendelssohn-Bartholdy im „Hark! The Herald Angels Sing.“ Unüberhörbar der Wechsel vom ¾ in den gleichmäßig aufgebauten Viervierteltakt. Und wieder anders die Rezeption der Engelsbotschaft im beschwingten Stil des Calypso-Rhythmus („Glorious Kingdom“) oder als afroamerikanisches Spiritual in „Go Tell It on the mountain“. „Himmlische Heere jauchzen dir Ehre“, heißt es auch in der 3. Strophe von „O du fröhliche“; wunderschön klingt dabei das „Gloria in excelsis Deo“ im vorliegenden Satz als Oberstimme.

Darf am Ende das alte katholische Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen“ fehlen? Der Projektchor singt es in Text und Weise des Protestanten Michael Praetorius (1571-1621). Der berühmte Organist und Hofkapellmeister in Wolfenbüttel wollte Christus in die Mitte dieses „rätselhaften“ Liedes (Geistliches Wunderhorn, Hg. H. Becker, 2001, S. 139) stellen, die Bedeutung Marias also abschwächen: Maria ist nicht mehr das Röslein, sondern Maria bringt uns das Röslein. Aber hören Sie selbst, singen Sie auch selbst kräftig mit. Wie gesagt: Am 4. Adventssonntag, 17:00 Uhr in der Handruper Klosterkirche!

Frohe Weihnachten 2013

Mit einem ökumenischen Gottesdienst endete das Jahr 2013 am Leoninum. P. Demetrius, P. Ricardo und Pastor Mengel leiteten den Gottesdienst, der zu morgendlicher Stunde im “Halbdunkel” der Aula weihnachtliche Stimmung aufkommen ließ. Einige gemeinsam gesungene Weihnachtslieder and some english verses a to z, prepared by Anne Stevens and class 7c, rundeten das Programm ab. Schulleiter Franz-Josef Hanneken entließ die Schulgemeinschaft abschließend mit den besten Wünschen zum Weihnachtsfest bis ins nächste Jahr.

(Ulrich Tönnies)

In der Bibliothek (ent)steht ein Weihnachtsbaum aus Büchern

BibliotheksaktionWie in den vergangenen Jahren möchte das Bibliotheksteam die Adventszeit in der Bibliothek des Leoninums mit einer besonderen Aktion gestalten. In dem Informationsschreiben heißt es:

„In diesem Jahr wollen wir gemeinsam mit Euch versuchen, in der Bibliothek einen Weihnachtsbaum aus Büchern zu bauen.

Dazu solltet Ihr – wenn möglich – alte bzw. „ausgelesene“ Kinderbücher oder Spiele in grünes Geschenkpapier einpacken und zusammen mit einer Spende von 1 Euro je Buch (max. jedoch 5 EUR) in die Bibliothek bringen.

Aus den Büchern errichten wir dann gemeinsam einen hoffentlich stetig wachsenden großen Bücherbaum.

Bücher und Spiele, die noch weiter zu verwenden sind, werden wir verschiedenen sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, sozialen Kaufhäusern etc. zukommen lassen.

Das gespendete Geld werden wir zu Weihnachten an ein Kinderheim im südafrikanischen Kapstadt senden, in dem unsere ehemalige Schülerin Lena Beelman zur Zeit ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert.

Am Montag, dem 02. Dezember 2013, ist Baubeginn.

Wir hoffen, dass wir gemeinsam mit Euch einen XXL-Weihnachtsbaum bauen können, und wünschen Euch und Ihnen eine besinnliche Adventszeit.“

—————————————————————————————-

18.12.2013: Der Weihnachtsbaum aus Büchern und Spielen ist fertig gestellt.

Insgesamt wurden ca. 300 Pakete gespendet. Durch zusätzliche Spenden können wir 350 EUR an das Kinderheim in Südafrika, in dem unsere ehemalige Schülerin Lena Beelmann zur Zeit arbeitet, überweisen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Schülerinnen und Schülern und deren Familien, die diese Aktion zu einem so tollen Erfolg haben werden lassen.

Am 13.01.2014 wurden die Spiele und Bücher zu gleichen Teilen an Frau Eveline Köhne vom SKF Lingen, die das soziale Kaufhaus “Marktplatz” in Freren leitet, und an Sr. Sigrid und Sr. Innocenza von der Fürstenauer Tafel übergeben.

Hier eine kleine fotografische Dokumentation der Entstehung:

Nicole Knittel Schulsiegerin im Vorlesewettbewerb 2013

Begeistert und begeisternd lasen sie alle. 18 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 6a bis 6f. Die jeweils drei besten Leserinnen und Leser traten am Freitag, dem 13. Dezember, an zur Entscheidung um die Teilnahme an der nächsten Runde des Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Vorweihnachtliche Stimmung durchströmte die Schulbibliothek. Ein Weihnachtsbaum aus aufgeschichteten Büchern begleitete die Schüler.

Alle Schülerinnen und Schüler erwiesen sich als wahre Leser, die ihren Text vortrugen und nicht nur vorlasen. Durch Mimik, Gestik und Stimmlage füllten die jungen Leserinnen und Leser ihre Texte mit Leben. Den Jurymitgliedern Antje Detert, Roswitha Zapf, Matthias Ostendorf und Heinz Koops brachte dies auf der einen Seite einen erlebnisreichen Vormittag, andererseits war die Leistungsdichte hoch und die Entscheidung nicht leicht und knapp.

Die Bekanntgabe der Siegerin erfolgte am Montag dieser Woche. Den Schulentscheid gewonnen hat Nicole Knittel (6c), gefolgt von Tabea Schmidt (6e) und Nele Kolde (6c). Alle drei Schülerinnen durften sich über einen Bücherscheck freuen. Nicole Knittel vertritt das Gymnasium Leoninum beim Regionalentscheid auf Kreisebene Anfang des Jahres 2014.

(Heinz Koops)

Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs der 6. Klassen am Gymnasium Leoninum

165 Schülerinnen und Schüler stellten in den vergangenen Wochen ihre Bücher vor und lasen aus ihnen. Zuhörer in dieser Phase waren die Mitschüler und die jeweiligen Deutschlehrer der Klassen 6a bis 6f. Jede Klasse ermittelte aus ihrer Mitte die drei besten Leserinnen und Leser. Diese 18 Schülerinnen und Schüler versammelten sich am Freitag, dem 13. Dezember, in der Bibliothek des Gymnasiums Leoninum, um den Schulsieger bzw. die Schulsiegerin zu ermitteln.

Dieser Schulentscheid ist die erste Etappe im Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Fünfmal muss die spätere Bundessiegerin bzw. der spätere Bundessieger jeweils am besten vorlesen, ehe das Finale in Berlin im Juli 2014 gewonnen ist.

Die Fotos zeigen Impressionen während des Schulentscheides in der Bibliothek.

(Heinz Koops)

Zwei Dienstjubiläen am Gymnasium Leoninum

Sein vierzigjähriges Dienstjubiläum am Gymnasium Leoninum in Handrup konnte der ehemalige Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lengerich, Pastor Alfred Mengel (2. v. links), feiern. Im Jahr 1973 trat er zunächst eine Stelle als Vikar an und wurde zeitgleich vom damaligen Leiter des Gymnasiums, Pater Dr. Josef Meyer-Schene, als erste Lehrkraft mit der Erteilung evangelischen Religionsunterrichts am Leoninum beauftragt. Auch nach seiner Verabschiedung als Pfarrer in den Ruhestand im Jahr 2010 übernahm Pastor Mengel immer wieder verschiedene Lerngruppen. Nicht nur für seine unterrichtliche Arbeit, sondern auch für seine seelsorgerische Tätigkeit und den damit einhergehenden Einsatz für die Ökumene bedankten sich Pater Rektor Olav Hamelijnck (links) und Schulleiter Franz-Josef Hanneken (rechts) mit herzlichen Worten im Rahmen der allmonatlich stattfindenden Vollversammlung der Schulgemeinschaft.

Dank und Anerkennung sprachen sie auch Benno Hüer (2. v. rechts) aus, der seit 25 Jahren am Leoninum als Musik- und Geschichtslehrer tätig ist. Als Kopf der Schulband und der Gruppe „AufTakt“ sowie als musikalischer Leiter des am 22. Dezember um 17 Uhr beginnenden Adventssingens in der Handruper Klosterkirche prägt der Fachobmann für das Fach Musik das inner- und außerschulische Leben des Gymnasiums schon seit Jahren maßgeblich mit.

Hermann-J. Rave

Externe Dienste und Cookies

Diese Webseite verwendet Tools und Funktionen, die unter Umständen Cookies im Browser Ihres Gerätes speichern. Nähere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.