Alexandra Schulsiegerin beim Vorlesewettbewerb

Teilnehmer beim Vorlesewettbewerb der Klassen 6 im Jahr 2014
Sieger beim Vorlesewettbewerb der Klassen 6 im Jahr 2014
Sieger beim Vorlesewettbewerb der Klassen 6 im Jahr 2014

Ein mäßiges Winterwetter draußen, aber eine wunderbare Atmosphäre in der Bibliothek des Gymnasiums begleitete den Endausscheid der Klassenbesten aus
5 sechsten Klassen. 14 Schülerinnen und
Schüler lasen einzeln und zusammen und
ermittelten unter sich den Schulsieger des Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Alexandra Adam aus der 6c setzte sich nach zwei Leserunden durch und wird das Gymnasium in der nächsten Runde auf Emslandebene vertreten.  Das Foto zeigt die drei besten Leser und Leserinnen. Alexandra wird eingerahmt
von der Zweitplatzierten Hanna Hülsing und Janosch Gertig, der den dritten Platz belegte. Lesegutscheine sorgen für weiteren Lesestoff.

(Heinz Koops)

“Das war wie eine Schatzsuche”

Anfang Dezember haben die Schülerinnen und Schüler, die sich in den vergangenen Wochen am “Bundeswettbewerb politischen Bildung” mit einem Beitrag über das Kreuz vor dem Schwesternheim beteiligt haben, Bilanz gezogen: “Das war wie eine Schatzsuche”, brachte es ein Schüler auf den Punkt. Denn je tiefer “gegraben” wurde, desto mehr Informationen gab es und desto neugieriger wurde die Gruppe. Besonders schön war es auch, das Engagement der helfenden “Senioren” zu erfahren – Herr Evers, P. Hogeback Frau Tieke und Herr Barlage. So können alle Beteiligten stolz sein auf die neu gewonnenen Kenntnisse über die “Geschichte vor Ort”; zwar war der Zeitaufwand am Ende höher als geplant, aber es hat sich allemal gelohnt! Ob es vielleicht sogar zu einem Preisgewinn reicht, erfahren die die Schülerinnen und Schüler erst im Frühjahr.

Das diesjährige Planspiel Börse ist beendet

Bulle oder Bär? In diesem Jahr hat sich nach einer “Achterbahn” in den vergangenen zwei Monaten an der Börse schließlich der Bulle durchgesetzt, doch von einer “Jahresend-Rallye” kann keine Rede sein. Wer zu früh beim diesjährigen Planspiel Börse Aktien kaufte, wurde mit fallenden Kursen zunächst bitter bestraft. Wer die niedrigen Kurse zum Einstieg nutzte, konnte sich über satte Gewinne freuen, die jedoch im Dezember wieder “schmolzen”. Alles in allem war das Planspiel Börse in diesem Jahr nichts für schwache Nerven. Dabei schnitten die Handruper Spielgruppen wie folgt ab: Unter den “Top 100” der Sparkasse Emsland konnten sich immerhin drei der Handruper Schülerteams platzieren. Dabei belegte die Gruppe “Flash” mit knapp 53.000 € den 33. Platz (zum Vergleich: Der Gesamtsieger erwirtschaftete ca. 55.000 €). “UniKorn” hatte bei Spielende ebenfalls über 52.000 € im Depot und die Newcomer “Börsenpanther” aus dem 8. Jahrgang schlugen sich mit gut 51.500 € wacker und waren damit auch besser als der betreuende Lehrer, dessen Depot unter dem Startkapital von 50.000 € schloss.

Macht nichts, nächstes Jahr gibt’ s Revanche. Anmeldungen werden entgegen genommen.

Nikolaus

Nein, der heilige Nikolaus hatte auch das Gymnasium Leoninum nicht vergessen. Da jedoch am 6.12. (Samstag) schulfrei war, besuchte er mit Unterstützung von Schwester Nicole erst am Montag die Aula des Leoninums. Nach einer Geschichte und einem gemeinsamen Lied gab es von fleißigen Helfern dann auch bereits in Stücke geschnittene “Riesen-Stutenkerle”. nikolaus14b

Ein “Ohrenzeuge” und eine Überlebende

Mittlerweile hatte die Recherche der Schülergruppe bei einem Besuch im Stadtarchiv Lingen auch einen Zeitungsartikel in der Zeitung “Neues Tageblatt” Nr. 38 vom 13. Mai 1947 über das Explosionsunglück in Handrup zu Tage gebracht. schwesternkreuz6Die Schülerinnen und Schüler wollten noch mehr wissen. “Wer könnte uns weiterhelfen? Ob vielleicht ein alter Pater im Kloster etwas weiß?”

Ohne dass jetzt P. Hogeback, der ehemalige Handruper Pfarrer, als “alt” bezeichnet werden soll – er konnte weiterhelfen! P. Hogeback lud nicht nur einen “Ohrenzeugen”, den ehemaligen Schüler Herrn Hans Barlage, zu einem Gespräch ein, sondern stellte auch einen telefonischen Kontakt mit Frau Carola Tieke, dem bei der Explosion schwer verletzten Mädchen, die jetzt in Düsseldorf lebt, her.

Und so saßen eines Morgens der “Ohrenzeuge” Herr Barlage (“Wir hatten gerade Unterricht, als es einen fürchterlichen Knall gab. Wir stürzten sofort ans Fenster und schauten; doch zu der Unglücksstelle durften wir nicht gehen.”), Herr Evers, die Schülerinnen und Schüler sowie P. Hogeback mit seinem laut geschalteten Telefon im Meditationsraum und sprachen mit Frau Tieke. schwesternkreuz4Diese konnte detailliert darüber berichten, wie sie noch von den Jungen von ihrem gefährlichen Spiel weggeschickt worden war. Dennoch wurde sie bei der Explosion von Metallsplittern – auch im Kopf! – getroffen; unter den Nachwirkungen leidet Frau Tieke noch heute. Vielleicht auch deshalb hat Frau Tieke, die später in einem Krankenhaus arbeitete, besonderes Mitleid mit im Krieg verletzten Kindern.

Ein Zeitzeuge berichtet

An einem kalten Oktobermorgen traf sich Herr August Evers, Bruder des verstorbenen Helmut Evers, mit den Schülerinnen und Schülern an dem Kreuz, das von seinen Eltern zur Erinnerung an Walter Schmidt und Helmut Evers errichtet wurde. schwesternkreuz3

Bereitwillig erzählte er von seiner Kindheit und Jugend in den Jahren nach dem Ende des 2. Weltkriegs. “Das darf man eigentlich gar nicht alles erzählen,” sagte er – allerdings mit einem Augenzwinkern. Waffen und Munition, von deutschen Soldaten auf der Flucht zurückgelassen, lagen am Wegrand und waren ein gefährliches “Spielzeug” für ihn und andere Kinder. So starb sein Bruder wohl durch Hantieren mit alter deutscher Munition. Er selber war zu dem Zeitpunkt bei seinem Onkel in Lengerich gewesen. Und wie sieht es nun mit einem Foto des Verstorbenen aus? Alles in den Wirren am Ende des 2. Weltkriegs mit dem Elternhaus verbrannt. Da das 1. Schuljahr von Helmut Evers gerade erst begonnen hatte, gibt es auch kein Schul-(Klassen-)foto. Immerhin hatte Herr Evers das Totenbildchen seines Bruders dabei. Helmut Evers1

Anschließend zeigte er der Schülergruppe noch die Gräber der Verstorbenen auf dem Handruper Friedhof. schwesternkreuz2

Dass es noch weitere, spannende Informationen geben würde, konnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner ahnen.

Das Kreuz vor dem Schwesternheim

So weit – so bekannt: An der Stelle, wo das Kreuz steht, starben am 8. Mai 1947 zwei Jungen – der sechsjährige Helmut Evers und der siebenjährige Walter Schmidt. Dies verkündet eine Steintafel auf der Rückseite des Kreuzes: kreuzrückseite

Der “Spökenkieker”, die alte Handruper Schulgeschichte, berichtet darüber, dass die beiden Kinder beim Spielen alte Munition aus dem 2. Weltkrieg gefunden hatten und bei einer Explosion getötet wurden; ein Mädchen habe schwer verletzt überlebt.

Mit diesen bereits bekannten Informationen machte sich eine Schülergruppe auf die Suche: Würde es gelingen, noch lebende Verwandte der beiden Verstorbenen zu finden? Wie waren die genauen Umstände dieses Unglücks?

Von einem Pater des Klosters erfuhr die Gruppe, dass der Bruder des verstorbenen Helmut Evers noch ganz in der Nähe der Schule lebt. Und Herr August Evers war bereit, sich mit den Schülerinnen und Schülern zu treffen, ihnen Rede und Antwort zu stehen und die Gräber der Verstorbenen auf dem Friedhof zu zeigen! Würde es jetzt vielleicht sogar gelingen, durch alte Fotos “dem Kreuz ein Gesicht zu geben”?

Spannende Geschichte!

Geschichte ist überall – so z. B. in dem Kreuz vor dem Schwesternheim gegenüber vom Herz-Jesu-Kloster. Alle Handruper kennen dieses Kreuz, vom Sehen, vom Vorbeifahren. Aus vielen Klassenräumen der Schule kann man es sehen. (Foto: Der Blick aus einem Kursraum der vierten Etage)

schwesternkreuzDoch welche Geschichte verbirgt sich hinter diesem Kreuz? Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs haben sich auf eine spannende Spurensuche begeben. Über ihre Ergebnisse, die gleichzeitig auch als Beitrag am “Schülerwettbewerb zur politischen Bildung” teilnehmen,  soll an dieser Stelle in der nächsten Zeit berichtet werden.

 

Buß- und Bettag

Am kommenden Mittwoch, dem 19. November, endet die zehntägige “Ökumenische Friedensdekade” und es ist zugleich Buß- und Bettag. Aus diesem Anlass finden vormittags in der Handruper Klosterkirche Jahrgangsgottesdienste statt: 2. Stunde – Jahrgänge 5+6, 3. Stunde – Jahrgänge 7+8, 4. Stunde – Jahrgänge 9+10, 5. Stunde – Jahrgänge 11+12.

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