Witterungsbedingter Unterrichtsausfall am Donnerstag, dem 07. Januar 2016

58 Unterrichtsausfall 2015-1a

Witterungsbedingter Unterrichtsausfall

Zur Erinnerung:

Die Entscheidung, ob der Unterricht an allgemeinbildenden Schulen ausfällt, trifft der jeweilige Landkreis.

Weil die Schülerinnen und Schüler des Leoninums aus zwei unterschiedlichen Landkreisen kommen, besteht die Möglichkeit, dass in einem der beiden Landkreise der Unterricht ausfällt, in dem anderen aber nicht. Für diesen Fall hat die Schulleitung des Gymnasiums Leoninum entschieden, dass bei Unterrichtsausfall in einem der beiden Kreise am Leoninum an diesem Tag kein Unterricht stattfindet.

Da wir sehr viele Lerngruppen haben, in denen Schülerinnen und Schüler aus beiden Landkreisen unterrichtet werden, ist ein sinnvoller Unterrichtsbetrieb mit zum Teil nur wenigen Schülern nur schwierig zu realisieren. Im Übrigen lassen uns die durchaus ähnlichen Witterungsverhältnisse in den beiden Landkreisen aus Sicherheitsgründen diese Regelung als angeraten erscheinen.

 

 

DIE FLÜCHTLINGSKRISE UND DIE ZUKUNFT DES NAHEN OSTENS – 31. Handruper Forum am 12. Januar 2016, 20°° Uhr

Scheller HF

Vor fünf Jahren begann der Aufstand der Bevölkerungen gegen autoritäre Herrscher des Nahen Ostens. Mittlerweile ist über die Hälfte der Bevölkerung auf der Flucht. Hunderttausende haben ihr Leben gelassen, sind verhaftet oder entführt worden. Der so genannte „Islamische Staat“ beherrscht und terrorisiert Menschen dort auf einer Fläche etwa so groß wie Großbritannien. Durch die Terroranschläge von Paris erscheint der Konflikt nun auch unmittelbar vor unserer Haustür und Europa reagiert darauf u.a. mit militärischen Mitteln. Die Krise im Irak und in Syrien ist auch die Krise der EU, und die erscheint angesichts der steigenden Zahl der Flüchtlinge ratlos vor der Herausforderung zu stehen, den ankommenden Flüchtlingen menschenwürdig zu begegnen. – Soweit ein Teil des europäischen Blickes.

Der arabische Blick der letzten Tage sieht so aus: In Kairo wird die Besiegelung einer gemeinsamen arabischen Eingreiftruppe gegen den „Islamischen Staat“ in letzter Minute abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben. Im Irak protestieren Zehntausende auf den Straßen, entnervt von quälenden Stromausfällen, der verrotteten Infrastruktur und der hemmungslosen Korruption ihrer politischen Klasse. Im Libanon ist es nicht der Strom, sondern der stinkende Müll, der die Menschen zu einem Generalaufstand gegen Dauerversagen und Selbstbedienungsmentalität der Herrschenden treibt. Saudi Arabien und die Emirate bomben derweil den Jemen, das Armenhaus der arabischen Welt, in Grund und Boden. Die Türkei bombt ebenfalls, trifft aber im Wesentlichen kurdische Kräfte, und damit die militärischen Bodenkräfte, die sich bisher gegen den IS behauptet haben.
Es braucht keine übersinnlichen Fähigkeiten, um zu erkennen, dass das Gesicht des Orients bald nicht mehr wiederzuerkennen sein wird. Das polyglotte Menschheitserbe mit seinem religiösen und ethnischen Reichtum, seiner babylonischem Sprachenvielfalt und seiner jahrtausende alten Multikultur geht zugrunde.

Diese Zusammenballung unterschiedlichster Konflikte erscheint uns verwirrend, macht Angst und für die westlichen Gesellschaften stellt sich die Frage, wie es hier und dort weitergeht. Sicher ist es aufgrund der sich quasi täglich verändernden Situation nicht möglich, auf alle Fragen eine allzeitig richtige Antwort zu geben.

Dennoch sind wir sehr erfreut und stolz darauf, dass es uns gelungen ist, Frau Dr. Bente Scheller, Büroleiterin des Middle East Office der Heinrich-Böll-Stiftung in Beirut, für das 31. Handruper Forum zu gewinnen. Frau Dr. Scheller wird als unmittelbar in der Nah-Ost-Region lebende Zeitzeugin versuchen, die tatsächliche Situation zu beschreiben, Antworten auf drängende Fragen zu geben und auch schonungslos gemachte Fehler und unbequeme Perspektiven aufzuzeigen.

Frau Dr. Bente Scheller spricht am Dienstag, dem 12. Januar 2016, um 20°° Uhr, zu dem Thema

„Die Flüchtlingskrise und die Zukunft des Nahen Ostens“ 

Sehr herzlich laden wir Sie zu diesem Abend mit einer hochaktuellen und sicher für die Zukunft bedeutsamen Thematik ein. Wir halten dieses Forum für eine gute Möglichkeit, unser aller ansonsten nur durch die Medien geprägtes Bild durch die Informationen einer Zeitzeugin zu erweitern.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich bereits heute den Termin vormerken könnten und wir Sie am Dienstag, dem 12. Januar 2016, in Handrup begrüßen dürften.

 

Kein „besinnlicher Abend“, sondern einer, der „nach Sinn fragt“

Jazz Before Christmas in Handrup – erstmals Adventsmarkt

Die in Kerzenlicht eingetauchte Klosterkirche, ein E-Piano im Altarraum, zwei Musiker, die auf ihren Auftritt warten, Schülerinnen und Schüler, die einen letzten Blick auf die Texte werfen, die sie gleich vorlesen werden: Noch wenige Minuten vor Beginn des Konzertes scheint es so, als würde die dreizehnte Auflage von „Jazz Before Christmas“ ihren gewohnten Verlauf nehmen. Vom Ablauf her stimmte das auch, trotzdem war einiges anders. Und das lag nicht nur an dem kleinen Adventsmarkt vor der imposanten Klosterkulisse.

„Kein besinnlicher Abend“, sondern ein „Abend, der nach Sinn fragt“, so Schulleiter Franz-Josef Hanneken, erwartete das Publikum. Die für die inhaltliche Ausrichtung verantwortlichen Lehrkräfte Melanie Griep, Eva Hanneken und Hermann Boensch hatten das Thema Flüchtlinge in den Fokus gerückt. Kein leise rieselnder Schnee, keine winterliche Postakartenidylle, sondern Flüchtlingsschicksale standen im Mittelpunkt der Texte, die von Schülerinnen und Schülern vorgelesen wurden. Dabei gaben die Jugendlichen den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die sich unter lebensgefährdenden Umständen nach Europa aufgemacht hatten, eine Stimme. Erschütternde Berichte allesamt, die schließlich in dem Bericht des Vaters gipfelten, dem es nicht gelungen war, seine Frau sowie seine beiden Söhne vor dem Ertrinken zu retten. Das Bild des tot am Strand des türkischen Badeortes Bodrum liegenden dreijährigen Syrers Ailan Kurdi ging schließlich um die Welt. Still und betroffen lauschte das Publikum den Vorträgen, den Augenzeugenberichten ebenso wie den Auszügen aus der Bibel, die diesen zur Seite gestellt wurden, angefangen von Abraham, der wegen einer Hungersnot sein Land verlässt, bis hin zur Heiligen Familie, die um Leib und Leben des gerade geborenen Jesus fürchtend, nach Ägypten flieht. „Das Kind in der Krippe und der tote Junge am Strand – sie wollen nicht zusammengehen, doch sie gehören zusammen“, stellte Franz-Josef Hanneken abschließend fest.

Jan von Klewitz und Markus Burger (v. links) begeisterten in Handrup
Jan von Klewitz und Markus Burger (v. links) begeisterten in Handrup

Den passenden musikalischen Rahmen lieferten Markus Burger am Klavier und Jan von Klewitz am Saxophon. Nicht nur ihre Interpretation von „Maria durch ein Dornwald ging“, sondern auch Eigenkompositionen wie „Ein Tag im Leben einer friedvollen Seele“ und das obligatorisch zum Abschluss gespielte „Lobe den Herren“ machten dies in besonderer Weise deutlich.

Zur Tradition von „Jazz Before Christmas“ gehört es auch, in der Pause ein Heißgetränk, Glühwein oder Punsch, zu sich zu nehmen. Neu war in diesem Jahr, dass dafür eigens ein kleiner Adventsmarkt vor der imposanten Kulisse des Klosters errichtet worden war. Schulleiter Franz-Josef Hanneken fand in diesem Zusammenhang herzliche Worte des Dankes für Angelika Meemann, die für die Organisation verantwortlich zeichnete. Der Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken sowie kleineren Bastelarbeiten soll der regionalen Flüchtlingshilfe zugutekommen.

Neben „Jazz Before Christmas“ gehört auch das „Handruper Adventssingen“ zu den festen Terminen in der Weihnachtszeit. Dieses findet am morgigen Sonntag um 17 Uhr in der Klosterkirche statt. Der Eintritt ist frei.

Ein Weihnachtsmarkt vor dem Herz-Jesu-Kloster in Handrup bereicherte die dreizehnte Auflage von „Jazz Bevor Christmas“.

Hermann-J. Rave

DVD vom Handruper Adventssingen

Bald ist es wieder soweit: Am vierten Adventssonntag lädt das Leoninum zum nun schon sechsten Adventssingen ein. Die Vorbereitungen sind im vollen Gange und versprechen eine wieder berührende und beschwingende Einstimmung auf das Weihnachtsfest.

Im letzten Jahr wAdventssingen DVDurde der Wunsch nach einer DVD des Konzerts geäußert, als Erinnerung, als Vorfreude oder einfach als Möglichkeit für Interessierte, die nicht dabei sein konnten. Unsere ehemaligen Schüler Jole Stottmann und Matthias Escher haben aufwändige Bild- und Tonaufnahmen zu einer DVD zusammengestellt, die viel von der Atmosphäre des Konzerts einfängt und Musik, Gesang und Wort noch einmal vor Ohr und Auge führt. Beiden sei an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für die akribische Mühe und für die investierte Zeit gedankt!

Die DVD „Handruper Adventssingen 2014“ kann für 4 € im Schulbüro erworben werden. Außerdem wird sie auf dem Adventsmarkt während des Jazz-before-Christmas-Konzertes angeboten.

 

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