Dein Reich komme

Die neueste Ausgabe der Zeitschrift “Dein Reich komme”, herausgegeben von der Deutschen Ordensprovinz der Herz-Jesu-Priester, wird in diesen Tagen am Gymnasium Leoninum verteilt. Darin gibt es interessante Nachrichten und Berichte, von Handrup bis nach Venezuela …

Einblicke in die Welt der Literatur – Text des Monats September

Hermann Hesse: Höhe des Sommers (1933)

Das Blau der Ferne klärt sich schon
Vergeistigt und gelichtet
Zu jenem süßen Zauberton,
Den nur September dichtet.

Der reife Sommer über Nacht
Will sich zum Feste färben,
Da alles in Vollendung lacht
Und willig ist zu sterben.

Entreiß dich, Seele nun der Zeit,
Entreiß dich deiner Sorgen
Und mache dich zum Flug bereit
In den ersehnten Morgen.

(Heinz Koops)

Dienstjubiläum

Am heutigen Montag feierte Herr Jens Plock sein 20-jähriges Dienstjubiläum am Gymnasium Leoninum. Der Schulleiter Herr Hanneken und Pater Kreutzmann für das Herz-Jesu-Kloster Handrup gratulierten mit einem bunten Blumenstrauß.

Wettbewerbe

Auch in diesem Schuljahr gibt es Gymnasium Leoninum wieder die Möglichkeit, an einigen Wettbewerben aus den Bereichen Geschichte und Politik-Wirtschaft teilzunehmen. So laufen aktuell die Anmeldungen für das “Management Information Game” bei Herrn Pfordt ein; hier sind nur noch einige Plätze frei. Auch für das “Planspiel Börse” liegen schon Anmeldungen vor. Schließlich bietet der “Schülerwettbewerb zur politische Bildung” attraktive Themen und Preise auch für jüngere Schülerinnen und Schüler.

Vollversammlung

Mit brasilianischer Musik begann die erste Vollversammlung des neuen Schuljahres am Leoninum in Handrup. Zum ersten Mal waren die neuen Fünftklässler dabei, als sich die Schulgemeinschaft in der neuen Turnhalle versammelte. Da sich die brasilianischen Patres der deutschen Ordensprovinz der Herz-Jesu-Priester zu einem Treffen in Handrup versammelt hatten, eröffneten sie die Vollversammlung mit einem Lied aus Brasilien. Mit dabei waren P. Jacinto, einer der ersten Brasilianer, die nach Handrup gekommen waren (vorne links, im hellblauen Shirt), und P. Levi, der sieben Jahre lang Schulseelsorger am Leoninum war (Mitte, im dunklen Shirt).

Einblicke in die Welt der Literatur – Text des Monats

Johann Wolfang Goethe: Die Leiden des jungen Werther

Am 10. Mai

Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich den süßen Frühlingsmorgen, die ich mit ganzem Herzen genieße. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine. Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, daß meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich, und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken. Wenn das liebe Tal um mich dampft, und die hohe Sonne an der Oberfläche der undurchdringlichen Finsternis meines Waldes ruht, und nur einzelne Strahlen sich in das innere Heiligtum stehlen, ich dann im hohen Grase am fallenden Bache liege, und näher an der Erde tausend mannigfaltige Gräschen mir merkwürdig werden; wenn ich das Wimmeln der kleinen Welt zwischen Halmen, die unzähligen, unergründlichen Gestalten der Würmchen, der Mückchen näher an meinem Herzen fühle, und fühle die Gegenwart des Allmächtigen, der uns nach seinem Bilde schuf, das Wehen des Alliebenden, der uns in ewiger Wonne schwebend trägt und erhält; mein Freund! Wenn’s dann um meine Augen dämmert, und die Welt um mich her und der Himmel ganz in meiner Seele ruhn wie die Gestalt einer Geliebten – dann sehne ich mich oft und denke : ach könntest du das wieder ausdrücken, könntest du dem Papiere das einhauchen, was so voll, so warm in dir lebt, daß es würde der Spiegel deiner Seele, wie deine Seele ist der Spiegel des unendlichen Gottes! – mein Freund – aber ich gehe darüber zugrunde, ich erliege unter der Gewalt der Herrlichkeit dieser Erscheinungen.

Ich weiß nicht, ob täuschende Geister um diese Gegend schweben, oder ob die warme, himmlische Phantasie in meinem Herzen ist, die mir alles rings umher so paradisisch macht. Das ist gleich vor dem Orte ein Brunnen, ein Brunnen, an den ich gebannt bin wie Melusine mit ihren Schwestern. – Du gehst einen kleinen Hügel hinunter und findest dich vor einem Gewölbe, da wohl zwanzig Stufen hinabgehen, wo unten das klarste Wasser aus Marmorfelsen quillt. Die kleine Mauer, die oben umher die Einfassung macht, die hohen Bäume, die den Platz rings umher bedecken, die Kühle des Orts; das hat alles so was Anzügliches, was Schauerliches. Es vergeht kein Tag, daß ich nicht eine Stunde da sitze. Da kommen die Mädchen aus der Stadt und holen Wasser, das harmloseste Geschäft und das nötigste, das ehemals die Töchter der Könige selbst verrichteten. Wenn ich da sitze, so lebt die patriarchalische Idee so lebhaft um mich, wie sie, alle die Altväter, am Brunnen Bekanntschaft machen und freien, und wie um die Brunnen und Quellen wohltätige Geister schweben. O der muß nie nach einer schweren Sommertagswanderung sich an des Brunnens Kühle gelabt haben, der das nicht mitempfinden kann.

(Heinz Koops)

Verabschiedungen

Am letzten Tag des vergangenen Schuljahres wurden zwei Kollegen vom Schuldienst verabschiedet, die mit ihrer Persönlichkeit und ihrer Arbeit das Leoninum über viele Jahre entscheidend geprägt haben: Herr Erich Huesmann und Herr Peter Rose waren jeweils über 35 Jahre am Leoninum tätig und haben beide als Fachobmann sowie Herr Rose  auch als Stundenplaner ihre großen “Fußstapfen” im Weg der Schule hinterlassen. Nach einer stimmungsvollen und humorigen Verabschiedung durch das Lehrerkollegium stellten sich Herr Huesmann und Herr Rose mit Pater Rektor Auth und Schulleiter Hanneken zum Foto:

 

Dienstjubiläen

Am letzten Tag der Sommerferien bedankten sich der Rektor des Herz-Jesu-Klosters Pater Auth und der Schulleiter Herr Hanneken bei einigen Kollegen für ihre langjährige Tätigkeit am Gymnasium Leoninum: Es sind dies Frau Lampen, Herr Koops und Herr Leifeld für je 30 Jahre sowie Frau Möllering, Frau Wehlage und Herr Lammers für je 25 Jahre!

 

Nachtrag: Xanten

Am Ende des vorigen Schuljahres begab sich – wie schon seit einigen Jahren – der komplette 8. Jahrgang des Leoninums auf eine eine Tages-Exkursion nach Xanten. Vorbereitet und begleitet von ihren Lateinlehrern besichtigten die Schülerinnen und Schüler bei herrlichem Wetter den “Archäologischen Park” der antiken “Colonia Ulpia Traiana”.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach vielen Informationen und Aktionen im “Archäologischen Park” gab es natürlich auch noch Freizeit in der nahe gelegenen Stadt Xanten. Die Xanten-Exkursion ist eine schöne Tradition, die auch in diesem Schuljahr fortgesetzt werden soll!

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