
Adventskalender 2020 – 16.12.2020



Die Entscheidung für einen bundesweiten Lockdown ab Mittwoch, 16.12.2020, hat Konsequenzen für unseren Unterrichtsbetrieb und modifiziert noch einmal die bislang geltenden Regelungen:
Der Kultusminister empfiehlt: „Die Präsenzpflicht im Schulbereich wird ausgesetzt, damit insbesondere durch eine Verringerung der Mobilität von Eltern, Kindern und Jugendlichen ein relevanter Beitrag zur allgemeinen Kontaktreduktion geleistet wird.“ Um der Anforderung zu genügen, dass ab Mittwoch die „Schulen weitgehend leer sind“, gelten am Leoninum folgende Regelungen:
Den Schüler*innen der Kursstufe, insbesondere den angehenden Abiturient*innen, sei hinsichtlich nicht geschriebener Klausuren versichert, dass wir Regelungen anstreben, die nicht zum Nachteil der Schüler*innen sein werden, zu einer möglichst gerechten Notengebung beitragen und vor allem eine weiterhin solide Vorbereitung auf das Abitur ermöglichen.
Franz-Josef Hanneken

Nach dem heutigen Schreiben des Kultusministers wird es Eltern und Erziehungsberechtigten ermöglicht, „ihre Kinder bereits ab dem 14.12.2020 vom Präsenzunterricht befreien zu lassen“. Es entfällt die Antragspflicht. Allerdings ist anzugeben, „ab wann die Schülerin bzw. der Schüler in Distanzlernen wechselt.“
Für das Leoninum gelten folgende Regelungen:
Franz-Josef Hanneken

Im Externenraum wurde uns digital Pastor Matthias Hülsmann zugeschaltet. Herr Hülsmann gehört außerdem zum religionspädagogischen Team des Religionspädagogischen Instituts (RPI) in Loccum. Das RPI ist eine Einrichtung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Ursprünglich sollte dieser Workshop im Gymnasium Leoninum von Herrn Hülsmann persönlich abgehalten werden. Corona ließ uns aber umdenken und so fand eine Art Video-Konferenz am vergangenen Montag statt.
Pünktlich zu Beginn der 4. Stunde begann der Workshop. Nach einer kurzen persönlichen Vorstellung des Referenten begannen die SchülerInnen die ihnen gestellten Aufgaben in Angriff zu nehmen. So sollten Sie sich mit sog. (An-)Treibern beschäftigen und den, für sie jeweils wichtigsten Treiber zu finden. So können Aufforderungen wie “Streng dich an !”, “Sei stark!”,” Sei perfekt!” von Menschen unterschiedlich verstanden werden und sich unterschiedlich auf die Seele auswirken.
Im nächsten Schritt wurde die SchülerInnen mit einem Dialog aus dem Film “Fack ju Göhte” konfrontiert. Hier versucht der vermeintliche Lehrer Herr Müller seine Schülerin Chantal davon zu überzeugen, dass sie zu den Hochbegabten gehöre. Diese Szene verdeutlichte, dass Worte einen Menschen verändern können. Chantal z.B. wurde ehrgeizig und konnte später sogar den 11. Preis bei “Jugend forscht” belegen.
Im weiteren Verlauf des Workshops konnte die Schüler anhand verschiedener Materialien, die Herr Hülsmann mitgebracht hatte, weitere Aspekte für sich bearbeiten: An Paul Watzlawiks Aufsatz “Selbsterfüllende Prophezeiungen” erhielten die SchülerInnen einen Eindruck in die menschliche Psychologie.
Sehr interessant wurde es für viele, als mithilfe eines Videoclips über ein Corona-Medikament bzw. dessen Nebenwirkungen berichtet wurde. Dieser Videoclip diente dazu, ins Gespräch über Placebos zu kommen. Die Parallelen zwischen Religion und Placebowirkung sind nicht von der Hand zu weisen. In beiden Fällen spielt die Erwartungshaltung eine wichtige Rolle, aber auch die Konditionierung auf bestimmte Schlüsselreize. Sowohl in der Religion als auch in der Placeboforschung geht es um Vertrauen.
Viel zu schnell neigte sich der Workshop dem Ende entgegen. Nicht zuletzt aufgrund der angenehmen Atmosphäre und des sympathischen Auftretens des Referenten war der Workshop eine gelungene Veranstaltung, von der die SchülerInnen einiges mitnehmen konnten.
