AufTakt: Fly me to the moon
Am 24. März – der letzte Schultag vor den Osterferien- findet wieder ein besonderer Wettbewerb statt. Der fünfte und sechste Jahrgang tritt den Kampf um den “Lese-Oskar” an. Lesen, darfstellen, inszenieren. Das sind die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die gebraucht werden um die jeweiligen Klassenprodukte auf die Bühne zu bringen. Vier Schulstunden lang erlebt die Aula das höchste Engagement der Schüler und Helfer. Eine “ausgebildete Fachjury” kürt am Ende die Preisträger.
Die internen Vorbereitungen in den Klassen auf den diesjährigen Lese-Oskar laufen bereits. Man darf gespannt sein…
Das Wuseln einer Stadt. Du mittendrin. Mit Kaufhaustüten in der Hand und gestresstem Blick im Gesicht. Es ist Donnerstagnachmittag, es ist voll, es ist laut. Du brauchst eine Pause.
Geh´ in eine Kirche. Dein Zuhause überall auf der Welt. Hier hast du Heimatrecht. Ein unsichtbares Schild hängt an der Tür: Offen für jeden. Eintritt frei. Keine Gegenleistung erforderlich.
Stille umfängt dich. Im dämmrigen Licht hängt der Geruch von Kerzenwachs. Setze dich auf eine der Bänke. Du bist nicht allein, andere sind längst da gewesen, gestern und heute: Die Bäuerin, die im Jahr 1794 auf eine gute Ernte hofft. Die Witwe, die um ihren im Osten verscharrten Mann weint. Die 17-Jährige, die schwanger ist und nicht weiß, wem sich anzuvertrauen. Der Vater, der glückselig seine Zwillinge taufen lässt; 1894 oder 2014, wer weiß.
Gott ist da, der in ihren Geschichten wohnt, in ihren Träumen und in ihrer Sehnsucht. Du lauschst dem Mann auf der Suche nach der Zeit, der Frau mit ihrem Dank für Genesung, dem Touristen, der Pilgerin, dem Hochzeitspaar. Ihre Gebete hängen in den Mauernischen, ihre Hoffnungen schweben im Längsschiff, ihre Wünsche, ihre Bitten, ihre Trauer. Herzensanliegen. Ihre Geschichten machen die Steine lebendig. Jeder Balken ist zum Gebet geworden durch sie. Ein immerwährendes Wispern. Die Wände haben jedes Wort bewahrt, jedes Seufzen, jeden Wimpernschlag. Nichts ist verborgen.
Dieses Haus gehört Gott. Hier sind die Gedanken frei. „Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Gott, nicht schon wüsstest.“ (Ps 139,4) Hier können sie sich ausbreiten.
Wichtigkeiten verschieben sich. Bedrohliches schrumpft auf Augenhöhe. Weil alles schon mal da gewesen ist. Du bist nicht allein mit deinen Sorgen.
Tausende waren vor dir da. Tausende werden nach dir kommen. Ihr singt gemeinsam, einen unendlichen Choral. Ein Augenblick Ewigkeit an einem Donnerstagnachmittag.
(Susanne Niemeyer)
Heute: Ausschlafen und tagträumen, losgehen und einen ganz persönlichen heiligen Ort suchen. Einen Ort, der Kraft hat, dich zu verwandeln – und dem Himmel ein bisschen näher zu bringen.
Glaube braucht solche Landeplätze. Wünsche und Gebete im luftleeren Raum verfliegen schnell. Gut ist es, sie zu verankern, damit sie wirken können, Wirklichkeit werden. Auch, aber nicht nur in der Kirche.
(Melanie Kirchstein)
Wo ist ein heilsamer, heiliger Ort für dich? Suche dir deine heiligen Orte!
Vor 11 Jahren entstand in Elternkreisen die Idee, für die Schülerinnen und Schüler des Leoninum eine Skifreizeit zu organisieren. Von Anfang an dabei waren Stefan Delkeskamp und Dr. Thomas Reich, die auf der März-Vollversammlung nun den Stab an Stefan Hühold weitergaben.
Die Schülerinnen und Schüler brachten ihren Dank mit tosendem Applaus zum Ausdruck, Herr Hanneken überreichte als Geschenk ein Herz-Jesu-Kreuz.
Zu ihrem Abschied zeigen Stefan Delkeskamp und Dr. Thomas Reich eine Präsentation mit Fotos aus den vergangenen elf Jahren:
Nachdem Alexandra Adam bereits im Dezember letzten Jahres Schulsiegerin des Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels geworden war, fand am 25.02.2015 der Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs in der Oberschule Lengerich statt. Alexandra Adam vertrat das Gymnasium Leoninum Handrup mit dem Buch “Für Akkie” von Jacques Vriens. In der ersten Runde musste jeder Teilnehmer ein von ihm ausgewähltes Buch vorstellen.
Nach der ersten Runde folgte eine kleine Pause mit Getränken und Kuchen. In der zweiten Runde musste jeder aus dem Buch “Star” von Salah Naoura etwas vorlesen. Dies gelang allen mit Bravour. Während die Jury sich nun zurück zog, führten ein paar Schülerinnen und Schüler der Oberschule ein Theaterstück auf Plattdeutsch auf.
Danach spielte das Schulorchester ein paar Lieder.
Als die Jury wieder zurück kam, verkündete die Siegerin des letzten Jahres den Sieger. Dies war Alexandra Adam aus der 6c. Dies ist ein großer Erfolg für die Schule. Wir drücken Alexandra für den Bezirksentscheid die Daumen!
verfasst von Ronja Kamp, Nele Hockling, Lena Giese (Klasse 6c)
(Foto: Lingener Tagespost, 02.03.2015)
Eine stachelige Raupe sprach zu sich selbst:
Was man ist, das ist man.
Man muss annehmen, wie man ist,
mit Haut und Haaren.
Was zählt, ist das Faktische.
Alles andere sind Träume.
Meine Lebenserfahrung lässt keinen anderen Schluss zu:
Niemand kann aus seiner Haut.
Als die Raupe das gesagt hatte, flog neben ihr ein Schmetterling auf.
Es war, als ob Gott gelächelt hatte.
(Lindolfo Weingärtner)
„Mach blau“, sagte eines Morgens Gott.
„Tut mir leid, das geht nicht“, antwortest du. „Ich muss den Boden wischen. Die Wäsche waschen. Ich muss die Akten fertig machen, das Mittagessen kochen, die Kinder zum Reiten bringen. Margarethe anrufen. Ich muss abnehmen, einkaufen, meine Beziehung überdenken, die Geburtstagseinladungen verschicken, arbeiten, schlafen, mich kümmern. Ich muss noch so viel tun.“
Gott erbleicht. „Hatte ich dich nicht aus der Sklaverei befreit?“ Forschend fragt er: „Wer befiehlt dir?“ Du beginnst zu Stottern: „Niemand, jedenfalls nicht so direkt. Was du dir immer denkst. So ist es halt… das Leben“
(Susanne Niemeyer)
Was nimmt dich gefangen?
Neulich, am Boden
Ich: Guten Tag, ich möchte fliegen lernen.
Engel, abschätzender Blick: Das geht nicht.
Ich (verblüfft): Warum nicht?
Engel, deutet auf meinen Kopf: Zu viel Ballast.
Ich: Dafür kann ich nichts!
Engel: Das sagen alle. Aber gut, lassen Sie mal schauen…die Angst hier. Die ist doch ganz schön alt. Haben Sie die etwa konserviert?
Ich: Die brauch ich noch. Man weiß ja nie…
Engel: Und diese Lügen, was ist mit denen?
Ich, trotzig: Die sind für den Notfall.
Engel: Und was haben wir dahinten?
Ich: Ach, da. Das ist meine Bequemlichkeit.
Engel, Stirnrunzeln
Ich, verteidigend: Ich mag es eben, wenn alles bleibt, wie es ist. Was ist daran falsch?
Engel: Sie müssen sich schon entscheiden, was sie wollen!
Ich: Kann ich nicht erst einmal eine Probestunde machen?
Engel: Tut mir leid, leben auf Probe geht nicht.
Ich: Aber ich will doch nur fliegen.
Engel: Das kommt auf´s selbe raus. Also?
(Susanne Niemeyer)
Wenn du zum Tor des Lebens gelangen willst, musst du aufbrechen, einen Weg suchen, der auf keiner Karte verzeichnet und in keinem Buch beschrieben ist.
Dein Fuß wird an Steine stoßen, die Sonne wird brennen und dich durstig machen, deine Beine werden schwer werden.
Die Last der Jahre wird dich niederdrücken.
Aber irgendwann wirst du beginnen, diesen Weg zu lieben, weil du erkennst, dass es dein Weg ist. Du wirst straucheln und fallen, aber die Kraft haben, wieder aufzustehen. Du wirst Umwege und Irrwege gehen, aber dem Ziel näher kommen. Alles kommt darauf an, den ersten Schritt zu wagen. Denn mit dem ersten Schritt gehst du durch das Tor. (Wolfgang Poeplau, Conrad Contzen)
Was soll in sieben Wochen anders sein?
Der diesjährige Schülerrat hat es nun endlich geschafft, ein aktuelles Bild für die Homepage zu machen. Viel mehr Informationen über den Schülerrat gibt es auch in diesem Schuljahr auf der eigenen Domain: >>> schuelerrat.handrup.de . Dort ist auch weiterhin immer der aktuelle Speiseplan zu finden.
Hinten v. l. n. r.: Max Hömer, Jeremy Zgrzebski, Marius Speller, Axel Grote, Justus Kruse.
Mitte v. l. n. r.: Nora Wienhoff, Alexander Maue, Franziska Beste, Antonia Joachimmeyer, Oliver Enis.
Vorne v. l. n. r.: Theo Rhaden, Tan Tran, Greta Becker, Linus Frecken