Nachdem das Kulturleben nach Corona langsam wieder angelaufen ist, konnte eine alte Tradition am Leoninum wieder aufgegriffen werden: Der Besuch einer Opernaufführung.
Am vergangenen Freitag ist deshalb der 9. Jahrgang nach der 6. Stunde nach Duisburg aufgebrochen, um am dortigen Theater Giuseppe Verdis Oper Macbeth live zu erleben. Vor der Aufführung konnte uns die Musiktheater-Dramaturgin einige Hintergrundinformationen zur Inszenierung und spannende Einblicke in die Welt des (Musik-)Theaters geben.
Die Oper selbst kam bei den meisten der 130 Schülerinnen und Schülern gut an. Für fast alle war es der erste Besuch einer Opernaufführung. Müde, aber um eine interessante Erfahrung reicher, kehrten wir um 1 Uhr nachts nach Handrup zurück.
Ausgezeichnete Stimmung herrschte am Donnerstag, dem 23. Juni, in der Aula des Leoninums: Beim “Lese-Oscar” traten die Klassen des 5. und des 6. Jahrgangs jeweils gegeneinander mit ihren im Deutsch-Unterricht erarbeiteten und einstudierten Theaterstücken/Buchvorstellungen an. Eine dreiköpfige Fach-Jury bewertete die Aufführungen, die allesamt ein hohes Niveau hatten. In diesem Jahr hatten die beiden “c”-Klassen die Nase vorn: Im 5. Jahrgang gewann die Klasse 5 c mit ihrer Deutschlehrerin Frau Bonitzki und im 6. Jahrgang war es die Klasse 6 c mit ihrem Deutschlehrer Herrn Matzki! Herzliche Gratulation!
Und dies ist das “Objekt der Begierde”, der Lese-Oscar:
Weltgeschichte – (fast) vor der Haustür: Vor 2013 Jahren fand bei Kalkriese die berühmte Varusschlacht statt, die die römische Expansion in Germanien stoppte. Nach zwei Jahren der Corona-Unterbrechung ist jetzt endlich wieder die spannende und lehrreiche Exkursion des 6. Jahrgangs zum Museum und Ausgrabungsfeld in Kalkriese möglich. Die Fahrt findet am Dienstag, dem 5. Juli, statt, die Schülerinnen und Schüler kommen ganz normal mit den Schulbussen nach Handrup und sind mittags rechtzeitig gegen 12.35 Uhr wieder in der Schule. Ein Elternbrief dazu wird in diesen Tagen verteilt.
Auch wenn die Schule eine große Rolle hier in meinem Leben spielt, da ich montags bis freitags von 08:00 – 15:30 Uhr dort bin, habe ich auch schon sehr viel anderes erlebt und gesehen und treffe mich auch oft mit Freunden.
Am liebsten verbringe ich meine Zeit hier in Costa Rica mit meiner Familie und meinen Freundinnen und Freunden.
Ich habe großes Glück, dass meine Familie jedes Wochenende mit mir einen Ausflug macht, damit ich auch so gut wie alle Gegenden Costa Ricas kennenlernen kann. Auch mit Freunden mache ich häufig kleine Ausflüge. In Costa Rica ist wirklich alles so wunderschön und fast unbeschreiblich. Die Farben der Natur sind so kräftig, sodass es noch traumhafter und wie im Paradies wirkt.
Ich war schon an vielen Orten, beispielsweise habe ich schon die Vulkane Poás, Irazu und Arenal besucht und war sogar in den heißen Quellen des Arenals baden. Ich gehe häufiger mit meiner Familie im Regenwald wandern und schaue mir dort Wasserfälle und die vielen Tiere an. In den Osterferien (hier „Semana Santa“ genannt) war ich auch mit meiner Familie in einer Aufzuchtstation für verletzte Tiere. Aber mein Lieblingsort hier ist und bleibt der Strand. Von dem gibt es hier auch sehr viel, da Costa Rica eine Pazifik- und eine Karibikküste hat. Wir fahren häufiger spontan nachmittags zum Strand und ich liebe es. Das Wasser ist superwarm und blau, einfach traumhaft schön.
Ich habe hier schon unbeschreiblich Vieles gesehen und erlebt, aber auch sehr viel gelernt. Ich habe am Strand das Surfen und die Ukulele spielen gelernt, ich lerne von Tag zu Tag mehr Spanisch, aber auch super viel über mich. Ich habe ein glückliches, erfülltes Leben kennengelernt nach dem Motto ¡Pura Vida!. Die Menschen hier brauchen kaum Materielles, um glücklich zu sein, nehmen das Leben wie es kommt und freuen sich über jeden neuen Tag. Mich begeistert diese durchgängige Lebensfreude, mit der die Menschen hier leben.
Auch wenn sich mein Leben hier nach neun Monaten wohl kaum in solch einem Bericht zusammenfassen lässt, hoffe ich, dass meine Begeisterung für dieses Land etwas „‘rübergekommen“ ist, denn für mich ist es wirklich ein Traum, den ich hier gerade lebe und den ich eigentlich nicht in einem Monat beenden möchte.
Saludos desde Costa Rica und Pura Vida
Melia Beitz (die auch gerne für Fragen von Interessierten zur Verfügung steht)
Die neueste Ausgabe der Zeitschrift der Herz-Jesu-Priester ist erschienen und wird in diesen Tagen in der Schule verteilt. In dem Ordensmagazin sind wieder zahlreiche Berichte aus der deutschen Ordensprovinz, darunter natürlich auch aus Handrup.
Mit diesem einen Wort beantwortete eine Schülerin aus dem 9. Jahrgang die Frage, wie ihr denn die Aufführung des “White Horse Theatre” in der Aula gefallen habe. Und in der Tat: Die vier jungen Schauspieler aus England und Schottland überzeugten mit ihrer Wandlungfähigkeit, ihrem mitreißenden Spielstil und wie sie es schafften, in einer eher minimalistischen Bühnenkulisse – alles passt samt Schauspielern in einen Bulli – eine ganze Welt entstehen zu lassen. Der englische Text war gut angepasst und absolut verständlich. Nach den jeweiligen Aufführungen standen die Schauspieler noch für Fragen zur Verfügung. Bei den KollegInnen der instagram-Seite unserer Schule gibt es ein – natürlich englischsprachiges – Video-Interview mit den Schauspielern. Und alle hoffen und freuen sich auf ein erneutes Gastspiel des “White Horse Theatre” im nächsten Schuljahr.
Nanu? Was ist da los? Schüler liegen schlafend auf dem Boden der Aula?
Ach so, am Donnerstag, dem 23. Juni, findet (endlich wieder!) der Leseoscar für die Jahrgänge 5 und 6 statt. Und in der Aula laufen aktuell die Proben auf Hochtouren. Wir dürfen uns viele “Theater-Perlen” freuen!
Von Handrup in die weite Welt: Melia Beitz, Schülerin des 11. Jahrgangs, ist diesen Schritt gegangen und hat für ein Schuljahr als Austauschschülerin im mittelamerikanischen Costa Rica gelebt. Über ihre Erfahrungen hat sie einen Bericht verfasst, von dem hier der erste Teil erscheinen soll:
¡Pura Vida!
Das ist das Lebensmotto, die Begrüßung, aber auch eine Antwort auf fast alles hier in Costa Rica.
Bis vor etwa neun Monaten wusste ich nur, dass dort die Bananen und Ananasse unserer Supermärkte herkommen und es dort den besten Kaffee weltweit gäbe. Mittlerweile weiß ich, dass dieses Land so unglaublich mehr zu bieten hat als ein paar Früchte und Kaffee (auch wenn diese superlecker sind).
Costa Rica besitzt eine atemberaubende Vielfalt an Tieren, die man in der wunderschönen, unberührten Natur finden kann. Jeden Tag aufs Neue freue ich mich, wenn wieder ein Gecko an mir vorbeiläuft oder wir mal wieder zu spät zur Schule kommen, weil die Polizei die Straßen abgesperrt hat, damit ein Faultier diese sicher überqueren kann. Ich genieße es jeden Tag den Sonnenuntergang anzusehen und dabei mein frisches, selbstgepflücktes Obst, wie z.B. Bananen, Maracujas oder Granadillas, aus dem Garten zu genießen.
Aber nicht nur die Natur und Artenvielfalt begeistern mich, auch und besonders die wundervollen, liebevollen und offenen Menschen sind ein Grund, warum ich mein Jahr hier so genieße.
Schon am ersten Schultag, direkt am nächsten Tag nach meiner Ankunft, sind so viele meiner Mitschüler auf mich zugekommen, obwohl ich nur kurz da war, um meine Schuluniform abzuholen, damit ich dann zum Start der neuen Woche passend für die Schule gekleidet war. In Costa Rica ist es nämlich normal, dass es an jeder Schule Uniformen gibt, was mir aber tatsächlich sehr gefällt. Ich muss mir nicht jeden Tag überlegen, was ich anziehen möchte und keiner wird aufgrund seiner Kleidung ausgeschlossen.
Mittlerweile sind meine Sommerferien (von Ende November bis Ende Januar) auch vorbei und ich gehe nun mit meiner Klasse in den Abschlussjahrgang, weshalb wir nun neue Schuluniformen bekommen haben.
Generell gehe ich hier sehr gerne zur Schule. Meine Mitschüler sind alle superlieb und offen. An meinem ersten Schultag sind so gut wie alle meine Klassenkameradinnen und Klassenkameraden auf mich zugekommen und haben mich direkt aufgenommen. Auch die Lehrer sind sehr nett und helfen mir immer, wenn ich Hilfe brauche. Sie freuen sich manchmal sogar mehr als ich mich selbst über meine Fortschritte im Spanischen.
Inzwischen verstehe ich aber ziemlich alles in Spanisch und kann auch nahezu fließend sprechen, auch wenn es dabei manchmal noch zu Fehlern kommt. (Fortsetzung folgt.)
Frau Frese vom Präventionsteam der Lingener Kriminalpolizei hat in den vergangenen Tagen in den Jahrgangsstufen 5 – 7 in den einzelnen Klassen Vorträge zur Gewalt- und Medienprävention gehalten. Dabei hat sie eine jahrelange Tradition am Leoninum fortgesetzt und die jungen Schülerinnen und Schüler über dieses wichtige Thema informiert und sie sensibilisiert.
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