
Adventskalender 2021 – 08.12.2021
Impuls im Monat Oktober: Berufung und Nachfolge
Die dehonianische Erziehungskommission gibt für alle Schulen und Bildungseinrichtungen der Dehonianer weltweit jedes Jahr ein bestimmtes Motto aus; für dieses Jahr lautet es: Ecce Venio (Siehe, ich komme). „Ecce Venio“ – das meint Bereitschaft, Präsenz, Ansprechbarkeit. Es geht um den Kern der Berufung eines jeden Christen, um die je eigene und unvertretbare Lebensgeschichte und um ein Grundmerkmal unseres Daseins: Zur Antwort berufen sein.

Berufung und Nachfolge: Da ist für jede und jeden das passende Schuhwerk dabei. Jesu Spuren zu folgen, das geht in Kinderschuhen, Wanderschuhen, mit Sieben-Meilen-Stiefeln, Tanzschuhen, Turnschuhen und auch mit einem Rollator, egal ob jung oder alt, arm oder reich, krank oder gesund; egal ob Schüler oder Lehrerin, Schwester oder Hausmeister, Sekretärin oder Pater, Schulleiter oder Köchin.
Jede und Jeder im eigenen Tempo, auf dem eigenen Weg,
alle gemeinsam Jesus im Blick, sein Wort im Herzen.
Jesus spricht auch zu uns, zu mir, zu dir: Komm, folge mir nach. Mach dich auf den Weg und finde deine Berufung. So, wie wir es aus dem Leben des hl. Franziskus kennen. Sein Fest feiern wir heute, am 4. Oktober. Auch er ist Jesus nachgefolgt, Feuer und Liebe im Herzen für seinen Herrn. Während einer hl. Messe am 24. Februar 1209 in der Portiunkulakapelle in Assisi begreift Franziskus das Evangelium als „Frohe Botschaft“ für sich persönlich.

Als er die Worte des Evangeliums (Markus 6, 6-13) vernommen hatte, freute er sich sehr und erkannte seine Berufung und sprach: „Das ist es, was ich will, das ist es, was ich suche, das verlange ich aus Herzensgrund zu tun.“ Und sofort ging er los und predigte allen Menschen in Assisi und Umgebung die Liebe Gottes. Es dauerte nicht lange, da kamen andere, die mit ihm leben wollten und so formte sich langsam eine neue Gemeinschaft, der Franziskanerorden. Die gemeinsame Mitte der neuen Gemeinschaft, die die vielen verschiedenen Lebenswege der einzelnen Brüder verbinden und zusammenhalten sollte, wurde das Evangelium, das lebendige Wort Gottes.
Franziskus hat seine Berufung erkannt, seinen Weg gefunden. So kommt es auch heute darauf an, dass jede und jeder von uns den persönlichen Anruf Gottes hört, die Stimme, die mich meint, das Evangelium als “ frohe Botschaft“ für mich persönlich.
Wir beten gemeinsam das Gebet, welches der hl. Franziskus vor dem Kreuzbild in San Damiano in Assisi gebetet hat:

Höchster, glorreicher Gott,
erleuchte die Finsternis meines Herzens
und schenke mir rechten Glauben,
gefestigte Hoffnung und vollendete Liebe.
Gib mir Herr, das rechte Empfinden und Erkennen,
damit ich deinen heiligen und wahrhaften Auftrag erfülle.
Amen.
Ich wünsche euch allen einen schönen Franziskus-Tag und eine gute Woche.
Schwester Hanna (Schulpastoral)
Impuls für den Monat Juli – SOMMER
Der Sommer ist eine schöne Jahreszeit, für viele Menschen die schönste überhaupt. Die Tage sind lang, das Licht ist hell, es ist warm, die Natur lebt, alles gedeiht und wächst. Es ist eine Zeit der Lebensfreude und der Möglichkeit die Schönheit der Schöpfung im vollen Umfang erleben zu können.
Egal, ob Schule oder Ferien, Arbeit oder Freizeit, die langen Tage laden ein, nach draußen zu gehen und die Schöpfung zu sehen, zu riechen und zu hören – und Gott, den Schöpfer zu preisen und ihn in allem zu erkennen – verbunden mit der Bitte und den Auftrag, diese Schöpfung zu pflegen und zu bewahren.
Der hl. Franziskus von Assisi (1181/1182-1226) hat in seinem Sonnengesang alle Geschöpfe, die für ihn Schwestern und Brüder waren, aufgerufen zum Lobe Gottes: „Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen, besonders der Herrin, Schwester Sonne, die uns den Tag schenkt und durch die du uns leuchtest.„ Franziskus fährt fort Gott, den Herrn zu loben für Bruder Mond und die Sterne, für Bruder Wind und Schwester Wasser, für Bruder Feuer und unsere Schwester Mutter Erde, „die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt, mit bunten Blumen und Kräutern.“ Und er beendet seinen Lobpreis mit dem Aufruf: „Lobet und preiset meinen Herrn und dankt und dient ihm mit großer Demut.“
In diesem Sinne lade ich euch ein gemeinsam das folgende Gebet zu sprechen:
Öffne meine Augen, Gott,
deine Herrlichkeit
in der Vielzahl von Pflanzen und Blumen zu sehen.
Öffne meine Ohren, Gott,
deine Stimme
im Vogelsang und Rauschen der Blätter zu hören.
Öffne mein Herz, Gott,
deine Liebe
in der Fülle von Früchten und Samen zu erahnen.
Öffne meine Hände, Gott,
deine Schöpfung
zu pflegen und zu bewahren.
Öffne mein Leben, Gott,
und mach mich fähig, dich in allem zu erkennen.
Amen
(Gotteslob Nr. 19, 3 / Andrea Rehn-Laryea)
Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche. Genießt die schöne Sommerzeit.
Schwester M. Hanna / Schulpastoralteam
Feierlichkeit zur Grundsteinlegung am Herz-Jesu-Fest (18.06.2021)
Liebe Schulgemeinschaft,
am Freitag, dem 18.06.2021, wollen wir im Rahmen des Herz-Jesu-Festes die 100-jährige Grundsteinlegung des Klosters feiern. Dazu ist um 10.00 Uhr draußen vor dem Klostereingang ein Wortgottesdienst geplant. An diesem werden die Jahrgänge 10 und 11 teilnehmen; alle anderen werden den Gottesdienst über einen Livestream verfolgen. Der entsprechende Link wird kurz vorher auf der Schulhomepage erscheinen. Bei schlechtem Wetter wird der Gottesdienst in der Klosterkirche stattfinden.
Im Anschluss ist eine Aktion mit der gesamten Schul- und Klostergemeinschaft auf dem Schulgelände geplant.
Wir freuen uns auf diesen Tag!
Impuls für den Monat Mai – Marienmonat
Liebe Schulgemeinschaft,
der Mai gilt kirchlich traditionell als “Marienmonat”. Die Gottesmutter wird in der christlichen Spiritualität zugleich als Sinnbild für die lebensbejahende Kraft des Frühlings und seine überbordende Fruchtbarkeit verstanden und etwa als “Maienkönigin” verehrt.
Im Zentrum der Marienfrömmigkeit steht u.a. die Demut, lateinisch “humilitas”, die in enger Verbindung mit “humus” – Erde – steht. Sie wird so zum Sinnbild einer “Frau des Volkes” und ist den Gläubigen in besondere Weise nahe, indem in ihr Göttliches und Menschliches verschmelzen.
Ich lade euch ein, dass Ihr ein schönes Marienlied auf Portugiesisch, meiner Muttersprache, hört. Die Übersetzung steht daneben. Das Lied ist sehr bekannt in Brasilien.
,,EIS A TUA MÃE’’ – ,,HIER IST DEINE MUTTER,, (Joh 19, 27)
Euch allen einen schönen Montag und eine gute Woche
Pater Julio Ferreira
Challenge accepted …
Seit einigen Jahren nehmen die Schülerinnen und Schüler des Leoninums freiwillig an dem Englischwettbewerb The Big Challenge teil.
In diesem Jahr haben sich über 320 Teilnehmer*innen unserer Schule dazu entschlossen, sich miteinander und mit anderen Schüler*innen von überall auf der Welt in der Big Challenge zu messen.
Da wir uns immer noch im Distanzlernen befinden, wurde der Test auch in diesem Jahr wieder von zu Hause aus durchgeführt. Dabei gab es nur sehr wenige Probleme und technische Schwierigkeiten; ihr habt euch mittlerweile zu richtigen Technikexperten entwickelt!
Leider wird es noch etwas dauern, bis wir euch eure genauen Platzierungen und Punkte mitteilen können und dürfen, aber es sei schon einmal so viel gesagt:
Ihr könnt sehr stolz auf euch und eure Leistungen sein!
Wir sind es zumindest und freuen uns darüber, Fotos von euch beim Test veröffentlichen zu dürfen.
WELL DONE!
Impuls für den Monat April – Durchhaltevermögen
Liebe Schulgemeinschaft,
der Start in eine neue Schulwoche nach den Ferien – und doch müssen alle von uns wieder zu Hause bleiben. Ich bin mir sicher, eine große Zustimmung zu erhalten, wenn ich sage: „Ich habe keine Lust mehr.“ Ich habe keine Lust mehr, den halben Tag vor dem Laptop zu verbringen und auf den Bildschirm zu starren. Ich habe keine Lust mehr, mich über nicht einwandfrei funktionierende Technik zu ärgern, welche die Kommunikation beeinträchtigt. Ich habe keine Lust mehr … Können wir nicht einfach die Zeit vorspulen bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir alles überwunden haben und unser gewohntes Leben, welches wir erst jetzt richtig zu schätzen wissen, wieder genießen können?
Von diesem Wunsch, die Zeit vorzuspulen, um die Annehmlichkeiten des Lebens wieder genießen zu können, singt Sarah Connor in ihrem Lied „Bye Bye“, welches ihr euch unter folgendem Link einmal anhören könnt:
„Aus meiner Sicht reicht es langsam. Ich hab’ keine Lust mehr. Diese Gespräche nerven so sehr.“ – Sarah Connor singt uns allen aus der Seele. Ich denke, jeder von uns kann sich sehr gut mit dem Text identifizieren. Ebenso wird das Gefühl, zu Hause nicht produktiv genug zu sein, thematisiert: „Ich hätt’ auch gern ‘ne neue Sprache gelernt und ganz viel Sport gemacht – hab’ ich aber nicht, leider nicht. Und auch nicht genug gelacht. Beim Lernen mit den Kids nur die Hälfte geschafft – und es hat trotzdem gekracht.“ Besonders der letzte Satz erscheint mir mit Blick auf das Distanzlernen treffend.
Doch die Sängerin belässt es nicht dabei, die aktuelle Situation zu betrauern. Sie geht einen Schritt weiter und konzentriert sich auf die Zeit, die kommen wird, nachdem die Pandemie überwunden worden ist. Eine Belohnung für das Durchhaltevermögen und die Kraft, die einem jeden von uns täglich abverlangt wird. Connors Hoffnung für die Zeit nach der Pandemie: „Und dann feiern wir ‘ne fette Party, laden alle uns’re Freunde ein, stehen extra ganz dicht beieinander, und stoßen an aufs Zusammensein. Alt und Jung und Groß und Klein, keiner mehr zuhaus’ allein.“ Das wünschen sich derzeit wohl sehr viele Menschen, denen diese Worte während der Zeit des Lockdowns eine Menge Mut machen.
Ebenfalls Mut machen und Kraft zum Durchhalten geben kann uns die Zusage Gottes, der wir uns sicher sein können. Selbst in dieser herausfordernden und kräftezehrenden Zeit können wir auf Gottes Beistand vertrauen: „31 Die aber auf den Herrn vertrauen, empfangen neue Kraft, wie Adlern wachsen ihnen Flügel. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.“ (Jes 40,31)
Möge Gottes Hand dich leiten,
was auch immer kommen mag.
Möge er den Weg bereiten
und dich führen jeden Tag.
Du kannst ihm getrost vertrauen
und mit Hoffnung vorwärtsschauen.
(Nelli Müller)
Voll Vertrauen auf den Beistand Gottes, auch diese schwierige Zeit durchzustehen, wünsche ich allen einen schönen Montag sowie eine gute Woche
Isabell Heck
Pause – jetzt! – Impuls für den 19.03.2021
Wochenende. Und jetzt Pause. Komisch, dachte ich, keiner will was von mir. Und das war kein gutes Gefühl, obwohl ich die Ruhe doch so sehr herbeigesehnt hatte. Denn wir brauchen alle die Unterbrechungen, die Pausen und das Ausruhen im Leben. Pausen auch von den modernen Kommunikationsmöglichkeiten. Aber wenn sie dann mal möglich sind, halten wir sie oft schlecht aus. Dann fehlt etwas. So selbstverständlich sind uns Computer und Smartphone. So sehr haben wir uns mittlerweile daran gewöhnt, zu jeder Zeit alle möglichen wichtigen und auch unwichtigen Dinge regeln zu können. Bei schlechtem Handyempfang kann man dann schon mal Leute beobachten, die mit zum Himmel ausgestreckten Arm versuchen, doch noch irgendwie eine Verbindung zur Welt zu bekommen. Den Alltag wirklich zu unterbrechen und hinter sich zu lassen, Zeit und Ruhe zu haben und diese auch genießen zu können, fällt nicht immer leicht. Und trotzdem: Wir haben Sehnsucht danach, uns auszuruhen und ruhig zu werden.

In Psalm 131 heißt es: „Ich bin zur Ruhe gekommen. Mein Herz ist zufrieden und still. Wie ein Kind in den Armen seiner Mutter, so ruhig und geborgen bin ich bei dir, Gott!“ – Was für ein schönes Bild!
Gott hilf uns, den Alltag zu unterbrechen, anderes zu denken, die Dinge manchmal ganz anders zu machen, noch einmal anzufangen. Unterbrechung also auch von dem, was immer schon richtig war, was wir immer schon so gemacht haben.
In der Stille noch einmal hinsehen und feststellen: Das Echte, das Wahre, das, was mir hilft, was mir wirklich am Herzen liegt – das ist womöglich das ganz andere.
Quelle: Alles hat seine Zeit. Natürlich leben. Christlich leben, 2018.
Ein ruhiges und erholsames Wochenende wünscht
Magdalena Gödde







