Neue Sendung des Leoninum im Radio auf der Ems-Vechte-Welle

In der nächsten Woche am Freitag (11.12.) produzieren die Schülerinnen und Schüler des Seminarfachs von Herrn Dr. Kock wieder eine Radiosendung im Studio der Ems-Vechte-Welle in Lingen.

Musikalisch zueinander passend werden die Grupen AufTakt und die Unfames vorgestellt. Dazu berichten Pater Macio und Pater Ricardo über ihre Erfahrungen mit Flüchtlingen in Handrup. Ein Beitrag handelt von unserer Partnerschule in Puenta La Reina in Spanien. Natürlich gibt es auch viel aktuelle Musik. Es wird also sicherlich wieder eine tolle Sendung.

Ausgestrahlt wird das Ganze am darauf folgenden Mittwoch (16.12.) um 18 Uhr auf der Ems-Vechte-Welle. Seid dabei.

Leistungskurse Geschichte besuchen die Gedenkstätte in Esterwegen

Am kommenden Freitag (9.10.) besuchen die drei Leistungskurse Geschichte im Jahrgang 12 die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers in Esterwegen. In diesem Halbjahr steht die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit im Mittelpunkt des Programms im Fach Geschichte im Abiturjahrgang.

Das Lager ist das bekannteste der 15 sogenannten Emslandlager, in denen vor allem politische Gefangene unter unmenschlichen Bedingungen das Moor kultivieren sollten. Während des 2. Weltkriegs dienten die Lager zur Unterbringung von Kriegsgefangenen. Von den etwa 200.000 Gefangenen sind etwa 20.000 Menschen dort als Opfer von Terror und Gewalt verstorben. Vor allem sowjetische Kriegsgefangene starben an Unterernährung und Erschöpfung, an Krankheiten, Misshandlungen und durch Mord.

Die Schülerinnen und Schüler werden nach einer Führung durch die Ausstellung auch das Gelände des ehemaligen KZ besichtigen und anschließend noch das Kloster Esterwegen besuchen. Seit einigen Jahren unterhalten die Mauritzer Franziskanerinnen auf diesem Ort der Unterdrückung und Qual eine Gedenkstätte, in der die Besucher über ihre Eindrücke ins Gespräch kommen können.

“Das hat sich wirklich gelohnt” – Der Abschluss der Comeniusprojekts

Gäste aus Tervuren in Belgien, Tours in Frankreich und Sosnowiec in Polen waren noch einmal nach Handrup gekommen, um gemeinsam noch einmal das Comeniusprojekt über den Ersten Weltkrieg Revue passsieren zu lassen.

Das Treffen begann mit einem von Pater Ricardo zelebrierten Wortgottesdienst zum Thema Freundschaft. Anschließend kamen Schüler und Lehrer in der Aula zusammen, um sich zusammen die Fotoausstellung über Kriegsgräber sowie die Poster zu den Biografien von Persönlichkeiten, die sich bereits während des Ersten Weltkrieges um eine europäische Zusammenarbeit bemüht haben, anzusehen und um einen Ausschnitt aus dem Hörspiel über den Weltkrieg zu hören.

Eingerahmt wurde die Veranstaltung von Fabian Makowski am Klavier. In seiner Begrüßung ging Franz-Josef Hanneken auf die besondere Rolle der Internationalität für das Leoninum ein. Er erinnerte daran, dass das Projekt sehr viel Aufmerksamkeit über die Schulgemeinschaften hinaus erfahren habe und er dankte allen Beteiligten. Dr. Thomas Kock stellte die unterschiedlichen Formen des Erinnerns in den verschiedenen Ländern in den Mittelpunkt seiner Ausführungen (siehe unten). Irmela Jeanson aus Tours und Ivona Kwiecién aus Sosnowiec betonten die langjährige Zusammenarbeit der Schulen und dass die Arbeit an diesem Projekt den Schülerinnen und Schülern nicht nur sehr viel Spaß gemacht habe, sondern sie auch für die unterschiedlichen Traditionen im Umgang mit der Vergangenheit sensibilisiert habe.  Martijn Sermeus aus Tervuren hoffte, dass es auch in Zukunft Gelegenheit geben werde, an gemeinsamen Projekten zu arbeiten. Dass sich die Arbeit sehr gelohnt hat, darüber waren sich alle Beteiligten einig.

Der Wortlaut der kurzen Ansprache von Dr. Thomas Kock:

“Wir möchten heute kurz auf unser gemeinsames Comeniusprojekt „Die Anfänge der europäischen Zusammenarbeit nach der Urkatastrophe des 1. Weltkriegs“ zurückblicken. Das was wir heute hier sehen – die Bilder von Kriegsgräbern, einige Biografien von Persönlichkeiten, die sich bereits in dieser Zeit um die europäische Zusammenarbeit bemüht haben – und das, was wir gleich hören werden, ein Ausschnitt aus dem von uns gemeinsam produzierten Hörspiel über den 1. Weltkrieg – ist natürlich nur ein kleiner Ausschnitt aus der Arbeit.
Als wir uns vor zwei Jahren mit vier Schulen – aus Tervuren in Belgien, aus Tours in Frankreich, aus Sosnowiec in Polen und aus Handrup – entschieden haben, dieses Projekt zusammen anzugehen, wussten wir sehr genau, dass es sich um ein sehr sensibles Thema handelt. Dies gilt insbesondere für die deutsche Sicht.
Der 1. Weltkrieg wurde 1914 maßgeblich von Deutschland ausgelöst und hat Millionen von Toten, Kriegsversehrten, Witwen und Waisen zurückgelassen, er hat die Kriegstechnik mit dem Einsatz von Maschinengewehren, von Giftgas, von Panzern oder von Flugzeugen im Krieg revolutioniert und damit die industrielle Tötung von Menschen eingeleitet, er hat Revolutionen in Russland und Deutschland ausgelöst, die das politische System grundsätzlich veränderten und seine Folgen reichten bis zum Zusammenbruch der UdSSR 1989/90.Wenn man so will, waren auch der 2. Weltkrieg und der folgende Kalte Krieg Auswirkungen des 1. Weltkriegs und von daher ist der Begriff der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ vollauf berechtigt.
Im Mittelpunkt des Projektes standen die Besuche von Schülergruppen in den einzelnen Partnerschulen. Ich selber habe Schüler nach Tervuren und nach Tours begleitet, Meik Matzki und Matthias Ostendorf waren in Sosnowiec.
Belgien war das erste Land, das Deutschland – völkerrechtswidrig – überfallen hat, um gemäß eines geheimen Militärplans, dem Schliefen-Plan, Frankreich von Norden her angreifen zu können. Für mich sehr beeindruckend war die Stadtführung durch Löwen. Eindringlich wurde hier deutlich, wie bestialisch sich die deutsche Herrschaft in Belgien ausgewirkt hat: Hunger – Zwangsarbeit – willkürliche Erschießungen – brennende Häuser – eine mutwillig angezündete Universitätsbibliothek, alles das sind Ereignisse, die im kollektiven Gedächtnis der Deutschen heute kaum eine Rolle spielen. Ganz anders in Belgien. Wir sind mit dem Bus durch Flandern gefahren, wo die Soldatenfriedhöfe, die Spuren der Stellungskriege allgegenwärtig sind.
Das Verhältnis Deutschland – Frankreich war in der Neuzeit eigentlich fast immer extrem belastet. Zwischen 1871 und 1945 kommt es zu drei Kriegen. Der 1. Weltkrieg lebt in der Erinnerung fort durch die Schützengräben von Verdun, durch das sinnlose Sterben der Soldaten im Kampf um wenige Quadratmeter, Stellungskrieg nennt man das. So grenzt es heute fast an ein Wunder, das die deutsch-französischen Beziehungen sich nach dem Krieg so entwickelt haben, wie sie für uns heute selbstverständlich sind. Franzosen und Deutsche bezeichnen sich in Umfragen heute gegenseitig als verlässlichsten Partner.
Ein ähnliches Verhältnis würde ich mir auch zu Polen wünschen und ich bin mir sicher, dass das auch kommen wird. Vieles ist hier in den letzten Jahren auf einem guten Weg. Für Polen spielt der 1. Weltkrieg in der Erinnerung eine ganz andere Rolle als in Deutschland. Folge des Krieges war, dass Polen, nachdem das Land drei Mal von Preußen, Österreich und Russland geteilt worden war, endlich als eigene Nation wiedererstehen konnte. Polen wurde endlich wieder selbstständig, wenn auch nur kurz, bis 1939 im Anschluss an den Hitler-Stalin-Pakt Polen erneut geteilt wird. Die Deutschen versuchen, die Polen zu versklaven, viele Menschen mit Universitätsabschluss werden umgebracht und dort werden die Vernichtungslager baut, von denen Auschwitz nur das berühmteste ist. Von daher ist es für mich immer völlig unerträglich, wenn in Deutschland vielen Menschen in Bezug zu Polen immer noch nur Polenwitze einfallen, auch dies ist eine Form von Rassismus.
Diese unterschiedlichen Formen der Erinnerung zu diskutieren, war die Hauptaufgabe unseres Projekts. Ausdruck gefunden hat das u.a. in dem gemeinsam erstellten Hörspiel, in dem vier fiktive Familien aus den Partnerregionen den 1. Weltkrieg erleben. Die Schülerinnen und Schüler haben dazu die Biografien der Familienangehörigen geschrieben, Dialoge verfasst und das Hörspiel gemeinsam aufgenommen. Es steht auf unserer Homepage online.
Heute möchte ich mich bedanken:
– bei den Kolleginnen und Kollegen aus allen vier Schulen, die engagiert und weit über ihre normalen Verpflichtungen hinaus gemeinsam an dem Projekt gearbeitet haben,
– bei den Schülerinnen und Schülern, die sich auf das Thema eingelassen haben. Ich hoffe, es sind durch das gemeinsame Tun Beziehungen entstanden, die auch über die Projektarbeit hinaus Bestand haben,
– bei der Ems-Vechte-Welle, die es uns ermöglicht hat, in ihrem Radiostudio unser Hörspiel zu produzieren,
– aus Handruper Sicht: bei der Schulleitung. Wir haben die internationalen Kontakte nicht nur als wesentlichen Punkt im Leitbild der Schule stehen, sondern die Schulleitung unterstützt diesen Austausch, wo sie nur kann. Dafür Danke.”DSC_0087DSC_0102

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Neue Radiosendung zu Comenius am 18. März um 19.05 Uhr

Radiobeitrag

Die Mitglieder des Seminarfachs, das sich mit dem Comeniusprojekt beschäftigt, haben am Freitag (6.3.) eine neue Radiosendung produziert. Die Sendung unter dem Titel “Leoninum aktuell: Die Entstehung eines Hörspiels über den 1. Weltkrieg” wird am Mittwoch, dem 18. März, um 19.05 Uhr von der Ems-Vechte-Welle ausgestrahlt.

Dabei haben die Schülerinnen und Schüler auf den Austausch mit der Schule in Tervuren zurückgeschaut, aber auch ihr Hörspiel über den ersten Weltkrieg vorgestellt, das kurz vor der Vollendung steht.

Zusätzlich wird noch Martin Radtke darüber berichten, wie er mit einem Freund gemeinsam Hip-Hop macht. Moderiert wird die Sendung von Claudia Heese und Julia Pohl.

Es handelt sich um die letzte Sendung des Seminarfachs zum Comeniusprojekt. Am Ende gilt es noch einmal der Ems-Vechte-Welle herzlichen Dank zu sagen für die Unterstützung in den letzten zwei Jahren.

Besuch aus Tervuren – Weitere Arbeit am Comeniusprojekt

Im Januar haben wir Besuch erhalten. 17 Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrer Maarten Panis waren in Handrup zu Gast, um weiter am Comeniusprojekt über den 1. Weltkrieg als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts zu arbeiten.

Die Schüler wurden von Mitgliedern des Seminarfachs von Dr. Kock zu Hause aufgenommen. Den Familien dafür einen herzlichen Dank.

Im Mittelpunkt des Treffens stand die gemeinsame Arbeit am Hörspiel über den 1. Weltkrieg und so verbrachte man zwei Tage im Studio der Ems-Vechte-Welle, um die vorher zusammen geschriebenen Szenen zu produzieren. Damit sind mittlerweile alle Szenen “im Kasten” und jetzt wird es noch darum gehen, die Übergänge zu gestalten und die Geräusche und Musik zu unterlegen.

Präsentiert werden soll das Hörspiel bei einem weiteren Besuch von Partnerschulen im Juni in Handrup, dann wird hier auch die Ausstellung mit Fotos von Kriegsgräbern aus dem 1. Weltkrieg gezeigt und die Plakate über Persönlichkeiten, die sich bereits im Krieg oder kurz danach für eine europäische Verständigung eingesetzt haben.

Neben der Arbeit am Comeniusprojekt gabe es natürlich auch Ausflüge und ein gemeinsames Freizeitprogramm. So besuchten die Schüler das sehr beeindruckende Auswandererhaus in Bremerhaven und die Innenstadt in Bremen. Zum Abschluss stand noch ein Besuch im neu renovierten Landesmuseum in Münster auf dem Programm, bevor die belgische Gruppe nach Tervuren zurück fuhr.

Die Zusammenarbeit mit der Schule in Tervuren soll auch über die Arbeit am Comeniusprojekt hinaus fortgesetzt werden. Man will sich auch in Zukunft zu gemeinsamen Projekten treffen und auf Dauer möchte die Schule in der Nähe von Brüssel sich auch wieder an Erasmus+-Projekten (dem neuen Namen für Comenius) beteiligen.

Puenta La Reina – eine neue Partnerschule im nördlichen Spanien: Neues Erasmus+-Projekt geplant

Sehr zufrieden kamen Schulleiter Franz-Josef Hanneken und Dr. Thomas Kock von ihrem Besuch (26.-28. Januar 2015) aus Puenta La Reina in Navarra im nördlichen Spanien zurück. Im Kloster, Gymnasium und Internat der Herz-Jesu-Priester war man nicht nur sehr herzlich aufgenommen worden, sondern es wurden auch eine Zusammenarbeit und ein Austausch zwischen den Schulen vereinbart.
Pater Valentin Pérez, der Rektor des Herz-Jesu-Klosters, und Pater Raúl de Val, der Schulleiter, hatten die beiden nach Spanien eingeladen, nachdem man sich beim scj-Treffen in Valencia kennen gelernt hatte, um über gemeinsame Aktivitäten zu beraten.
Die Schule ist deutlich kleiner als unser Gymnasium und hat nur etwa 130 Schüler, einige davon sind im Kloster im Internat untergebracht. Zur Schule gehört auch eine mittelalterliche Kirche mit romanischen und gotischen Elementen. Mit der Zusammenarbeit kann das Leoninum an eine alte Tradition anknüpfen, denn Puenta La Reina liegt direkt am Camino, also am Jakobspilgerweg. Das Leoninum hatte sich bekanntlich im Jahre 2000 mit der ganzen Schulgemeinschaft auf den Weg gemacht, um nach Santiago de Compostela zu pilgern. Damals war Puenta la Reina der Ausgangspunkt gewesen. Zum Kloster gehört auch eine Pilgerherberge, die 100 Pilgern Platz bietet. Puenta la Reina ist landschaftlich sehr reizvoll gelegen und Pamplona ist nur etwa 25 km entfernt.
Im Sommer wird das von der EU geförderte sehr erfolgreiche Comeniusprojekt über den 1. Weltkrieg als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts auslaufen. Die Planungen für ein Nachfolgeprojekt haben begonnen und die Schule in Puenta la Reina möchte sich daran ebenso wie unsere Partnerschulen in Tours und Sosnowiec beteiligen. Das Programm hat mittlerweile neue Förderrichtlinien und hat auch den Namen geändert, aus Comenius wird Erasmus+.
Das neue Projekt soll zum Thema Architektur beantragt werden. Die Grundidee sieht so aus:
Die Schulen beschäftigen sich mit repräsentativen Gebäuden, die vor 1900 errichtet wurden. Gemeint sind damit sowohl säkulare Bauwerke (Schulen, Rathäuser usw.) als auch kirchliche Gebäude.
Die Projekte können sich mit folgenden Fragen beschäftigen:
– Welche Aufgaben kommen dem Denkmalschutz zu? Wie lassen sich solche Gebäude renovieren und sanieren?
– Welche energetischen Fragen sind dabei besonders zu berücksichtigen?
– Welche inhaltliche Konzeption liegt dem Bau dieser Gebäude zugrunde?
Ein Beispiel: Der Dom in Münster ist in den letzten Jahren für mehrere Millionen Euro saniert worden. Die Schulen könnten Kontakte zum Dombaumeister und zu den beteiligten Firmen aufnehmen.
Wichtig wäre eine Zusammenarbeit mit auswärtigen Experten und mit Unternehmen in der Region. Jede Schule beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit einem Gebäude. Die Ergebnisse müssten jeweils verglichen und ausgetauscht werden. Dies könnte jeweils bei bilateralen Austauschen geschehen.
Am Ende könnte eine Ausstellung stehen, aber auch ein Workshop, bei dem die Schüler über ihre Ergebnisse berichten.
Dies sind natürlich nur vorläufige Projektideen, die von den beteiligten Schulen noch weiter ausgeweitet werden müssten.
Die Beteiligten in Puenta La Reina waren sich in jedem Fall einig: Das neue Projekt ist eine gute Idee und man freut sich auf eine neue Zusammenarbeit.

Spannender Austausch mit Tervuren

Eine hoch interessante Woche erlebten neun Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des Comeniusprojekts unsere Partnerschule in Tervuren besuchten.

Das Heilig-Hart-College in Tervuren ist ein privates Gymnasium mit – ähnlich wie bei uns – ungefähr 1200 Schülern. Die Gründung der Herz-Jesu-Priester liegt nur etwa 10 km von Brüssel entfernt und auch Löwen ist nicht weit.

Das Programm drehte sich vor allem um den 1. Weltkrieg. Gemeinsam wurden einige Szenen für das geplante Hörspiel geschrieben. Unsere belgischen Gastgeber fuhren mit uns aber vor allem nach Westflandern, wo wir viele Orte besichtigen konnten, die mit dem Krieg in Zusammenhang stehen.

Sehr beeindruckend sind die Soldatenfriedhöfe in Vladslo mit den Statuen von Käthe Kollwitz, Lijssenthoek und Langemark, wie auch die Überreste der Schützengräben. Für die Geschichte Flanderns hoch spannend ist die Ausstellung im Izertoren, dem Symbol für den flämischen Widerstand im 1. Weltkrieg, aber auch für die flämische Kollaboration im 2. Weltkrieg. Besucht haben wir das neu eingerichtete Flanders Fields Museum in Ypern, wo wir abends auch an der britischen Zermonie für die gefallenen Soldaten am Ypres Menin Gate Memorial besuchten. Jeden Abend blasen dort Trompeter vor vielen  hundert Zuschauern zum letzten Gedenken. Auf dem Programm standen auch Führungen durch Löwen und Brüssel. Sportlich wurde es zum Ausgleich beim Besuch einer Kletterhalle.

Der Gegenbesuch der belgischen Schülerinnen und Schüler findet vom 12.-16. Januar in Handrup statt. Dann sollen vor allem die Hörspielszenen im Studio in Lingen aufgenommen und geschnitten werden.

Die Tage in Brüssel waren von einer freundschaftlichen Atmosphäre geprägt und es ist zu hoffen, dass die Partnerschaft mit Tervuren noch lange erhalten bleibt.

(Sarah Fübbeker, Celina Hendriks, Juliana Mäule)

 

Das Comeniusprojekt auf einer Tagung in Bonn vorgestellt

Am 26. und 27. Mai 2014 fand in Bonn in den Räumlichkeiten der Deutschen Welle eine hochkarätige Fachtagung des Pädagogischen Austauschdienstes zu dem Thema “Gemeinsam erinnern, gemeinsam Zukunft gestalten”. Verschiedene Vorträge beschäftigten sich mit dem Thema Erinnerungskultur. Dabei wurde Arbeitsgruppen internationale Projekte aus Schulen und anderen Bildungseinrichtungen vorgestellt sowie Fördermöglichkeiten erörtert. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie erinnern die verschiedenen Nationen an Ereignisse wie 100 Jahre Erster Weltkrieg, 75 Jahre Zweiter Weltkrieg oder 25 Jahre Deutsche Einheit. Im Plenum sprachen der ehemalige Außenminister Markus Meckel, Prof. Dr. Peter Geiss von der Universität Bonn und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Ministerin Sylvia Löhrmann.
Als eine von zwei Schulen war das Leoninum gebeten worden, im Plenum das laufende Comeniusprojekt vorzustellen und zu diskutieren. Auf der Bühne präsentierten der Schulleiter Franz-Josef Hanneken, Dr. Thomas Kock und Martin Radtke aus dem Jg. 11 unser Projekt “Die Anfänge der europäischen Zusammenarbeit nach der Urkatastrophe des Ersten Weltkriegs”. Moderiert wurde die Diskussion vom Leiter des Pädagogischen Austauschdienstes Gottfried Böttger. Im Anschluss ergaben sich noch viele Gelegenheiten zum Austausch und zum Gespräch.
Da gleichzeitig in Handrup der Besuch der polnischen Comeniusgruppe und der polnischen Austauschschüler stattfand, wurde die Gelegenheit genutzt, mit der ganzen Gruppe den Tag in Bonn zu verbringen. Die Schüler konnten auf Einladung des PAD auch noch das Historische Museum besuchen, das eigentlich montags geschlossen hat, aber extra für unsere Gruppe geöffnet wurde.

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