Gut sieht sie aus, unsere Handruper Sporthalle! Und besonders schön ist, dass die Sporthalle jetzt auch zum Klimaschutz beiträgt! Denn in den vergangenen Herbstferien wurde die Beleuchtung in der großen Sporthalle erneuert. Auf der gesamten Fläche von fast 1800 m² (inkl. aller Nebenräume) erstrahlen nun 175 LED-Leuchten. Der Stromverbrauch für die Beleuchtung wurde damit um rund 55% reduziert, über die voraussichtliche Lebensdauer der Leuchten (20 Jahre) werden ca. 580 t klimaschädliches CO2 eingespart – seit der Umrüstung bis heute schon ca. 14 t CO2!
Für die Finanzierung dieser Umstellung wurde ein Antrag beim Projektträger Jülich gestellt. Der bewilligte Zuschuss von fast 22.000 € hat uns das ganze Vorhaben erst ermöglicht.
Das heutige Kalenderblatt ist all denen gewidmet, die sich in der Handruper Schulpastoral engagieren und engagiert haben. Dass es am Gymnasium Leoninum einen Schulseelsorger bzw. ein Schulseelsorge-Team gibt, ist sicherlich eine Besonderheit und ein wichtiger Pluspunkt unserer Schule.
Der erste Schulseelsorger, an den ich mich noch gut erinnern kann, war P. Klaus Ziemes, ein rheinischer Charakter, der unheimlich beliebt und immer für „seine“ Schüler da war. Sein viel zu früher Tod durch eine schwere Krankheit setzte die ganze Schule unter Schock. Nach einer kurzen Vakanz wurde P. Olav Hamelijnck unser neuer Schulseelsorger. Er hat die Schulpastoral über seine Zeit hinaus bis heute geprägt und entwickelt. Danach kam die Zeit der Brasilianer, P. Jacinto und P. Valdir waren die ersten; auf sie folgte P. Levi, der mittlerweile Generalrat der Herz-Jesu-Priester ist. Er war bei der Schulgemeinschaft derartig beliebt, dass er bei seiner Verabschiedung vom Rektor des Klosters P. Olav und vom Schulleiter Herrn Hanneken in einer Sänfte durch ein Schülerspalier rund um Schule und Kloster gezogen wurde.
Dann kamen P. Demetrius, P. Ricardo und jetzt noch P. Julio, die den Handruper Blick auf die Welt weiteten. Zudem wurden jetzt Teams gebildet, die auch Frauen eingebunden haben: Frau Prior und jetzt Schwester Hanna, Frau Alves und Frau Heck. Aktuell gehört auch P. Volker Kreutzmann zur Schulpastoral, die einen eigenen Raum im Schulgebäude hat.
Und was hat das Ganze mit dem 28. Mai zu tun? Heute, am 28. Mai, feiern P. Olav (Oberhausen), P. Stefan Tertünte (Rom) und P. Gerd Hemken (Neustadt) (auch P. Stefan und P. Gerd haben übrigens eine Handruper Vergangenheit) ihr 25-jähriges Priesterjubiläum! Herzliche Glück- und Segenswünsche!
Und wer noch ein Foto von P. Olav sehen möchte, braucht nur in der Aula auf das Abschlussfoto von unserer Griechenland-Fahrt zu schauen – da sitzt er in der ersten Reihe!
Denn „am Pfingstdienstag, dem 22. Mai 1923, nahmen die ersten 23 Schüler an der „Humanistischen Studienanstalt des Missionshauses Handrup“, so der damalige Name, den Unterricht auf.“ (Dieses Zitat sowie weitere Angaben in diesem Kalenderblatt stammen aus dem Heft „Eine Schule auf dem Weg 1923 – 2000“, verfasst von Frau Kowalkowski-Renner und Frau Siemer, Handrup 2000, S. 8f.)
Da es in den katholischen, kinderreichen Gegenden Emsland und Oldenburger Münsterland zu Anfang der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts viele junge Männer zu geben schien, die für den geistlichen Beruf fähig und geeignet waren, aber weil in diesen Gegenden nur wenige Gymnasien existierten, wollte die neue Schule in Handrup hier Starthilfe geben.
„In dieser Situation wurde Br. Bonifatius Berger tätig, indem er über das Land reiste und versuchte, für die geistliche Laufbahn geeignete Jungen anzuwerben. Nach Absprache mit den ortsansässigen Lehrern besuchte Br. Bonifatius die Eltern der in Frage kommenden Kinder und bemühte sich sie zu überzeugen, dass für ihre Söhne der Priesterberuf und der Besuch der Handruper Schule die richtige Entscheidung sei, auch wenn sie dafür in das der Schule angegliederte Internat wechseln müssten.“ (a. a. O.)
Das dafür zu zahlende Pensionsgeld wurde übrigens in Naturalien entrichtet, z. B. monatlich 10 Pfund Butter oder ein 200-pfündiges Schwein im November.
Die Schülerzahlen stiegen in den nächsten Jahren schnell an; dabei gab es neben den internen Schülern immer auch einige externe Schüler aus der näheren Umgebung.
(Das Foto zeigt den ersten Bauabschnitt des Klosters von 1923. Leider gibt es vom Schulbeginn bzw. den ersten Schülern keine Fotos. Das zweite Foto zeigt Bruder Bonifatius, genannt „de lütke Poater“.)
Der 14 Jahre alte, am 8. Mai 1909 in Vechta geborene Johannes Lück gehörte zu den ersten 23 Schülern, mit denen das Missonshaus Handrup im Jahr 1923 seinen Schul-Unterricht aufnahm. Er wurde 1937 zum Priester geweiht und ging später nach (Süd-)Afrika. Nach einer kurzen Zeit als Apostolischer Vikar wurde er am 15. Mai 1947, also heute vor 73 Jahren, zum Bischof von Aliwal in Südafrika geweiht. Dieses Amt übte er 26 Jahre aus. Damit steht Bischof Lück in einer Reihe von etlichen Herz-Jesu-Priestern, die von Handrup aus als Missionare in die weite Welt gingen. Als Bischof ist er der „Vorgänger“ unserer aktuellen „Handruper Bischöfe“ Johannes Wübbe (Osnabrück) und Heiner Wilmer (Hildesheim). Bischof Lück starb im Jahr 2000 im Alter von 91 Jahren.
Wenn das Gymnasium Leoninum im Jahr 2023 sein 100-jähriges Jubiläum feiert, dann bedeutet das nicht, dass an der Schule 100 Jahre lang ununterbrochen Unterricht erteilt wurde. Im Jahr 1939 war – nach bereits vorherigen Schikanen – die Schule von den Nationalsozialisten aufgehoben worden und im Jahr 1941 wurde das Klostergebäude beschlagnahmt. Nach Umbauten wurde dort eine „Nationalsozialistische Lehrerinnen-Bildungsanstalt“ eingerichtet und schließlich – ab Ende 1944 – besetzte die deutsche Luftwaffe das Missionshaus. Bei einem Fliegerangriff Ende April 1944 wurde das Gebäude (Kloster und Kirche) schwer beschädigt. Erst (oder muss man sagen: schon?) gut ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – am 9. Mai 1946 begann mit 35 Schülern wieder der Unterricht im Missionshaus Handrup.
(Das Foto zeigt eine etwas spätere Aufnahme aus dem sog. „Silentium“, bei dem die Internats-Schüler ihre Hausaufgaben unter Aufsicht erledigten.)
Viele denken beim 8. Mai an das Jahr 1945 und das Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland. Doch hier soll es ja um Handrup gehen und die Kampfhandlungen in und um Handrup waren bereits im April 1945 beendet. (s. eigene Berichte)
Am 8. Mai 1947 ereignete sich in unmittelbarer Nähe des Klosters ein Unglück, bei dem zwei junge Kinder starben und eines schwer verletzt wurde (ein weiteres Kind wurde leicht verletzt): Deutsche Soldaten hatten auf der Flucht vor den heranrückenden Alliierten ihre Waffen und Munition im Gestrüpp am Wegrand weggeworfen. Die Kinder hatten sie beim Spielen entdeckt; es gab eine Explosion und zwei Handruper Jungs starben. Ein Jahr später (9. Mai 1948) wurde das „Evers-Kreuz“, das heute noch an der Unglücksstelle steht, von Rektor P. Quardt geweiht. Jedes Jahr besuchen auch die SchülerInnen des 5. Jahrgangs am Dehon-Tag im Rahmen eines Rundgangs durch die Schulgeschichte das Kreuz.
(Die folgenden Fotos zeigen das ehemalige „Schwestern-Heim“, vor dem das Kreuz steht. Der Bruder des verstorbenen Helmut Evers erzählt einer Schülergruppe die Geschichte und zeigt auf dem Handruper Friedhof das Grab seines Bruders. Schließlich die Inschrift auf der Rückseite des Kreuzes.)
In Absprache mit dem „Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft“, das uns bei der Organisation und Durchführung des Management Information Games unterstützt, haben wir beschlossen, dass in diesem Schuljahr wegen der unsicheren „Corona-Lage“ kein Planspiel durchgeführt wird. Hierbei haben wir nicht nur die besonderen schulischen Bedingungen im Auge gehabt, sondern auch die der beteiligten Firmen. Es ist allerdings geplant, dass es im nächsten Schuljahr wieder ein Management Information Game geben soll. Wir danken allen 25 SchülerInnen, die sich bereits für dieses Schuljahr angemeldet hatten, und hoffen, dass Ihr dann im nächsten Schuljahr dabei sein könnt!
Nach gegenwärtigem Plan soll das 28. September bis 9. Oktober 2020 vorgesehene Betriebspraktikum für den (dann!) 10. Jahrgang stattfinden! Wir werden allerdings auch hier ständig die aktuelle „Corona-Lage“ der Schule und der Betriebe beobachten und ggf. neu entscheiden!
Schon P. Dehon (auf dem Foto links mit Missionaren für den Kongo) entsandte deutsche Herz-Jesu-Priester als Missionare u. a. nach (Süd-)Brasilien. Deshalb gehörte Südbrasilien zunächst zur deutschen Ordensprovinz der Herz-Jesu-Priester. Am 25. April 1934 schließlich wurde die Südbrasilianische Provinz von der Deutschen Ordensprovinz abgetrennt und selbständig. Und was hat das nun mit Handrup zu tun? Ganz viel, denn mittlerweile – seit einigen Jahren – kommen wiederum südbrasilianische Herz-Jesu-Priester nach Deutschland und arbeiten u. a. in Handrup, wo das Leoninum sehr, sehr viel von der Internationalität des Ordens profitiert.
Die ersten beiden Brasilianer in Handrup waren im Jahr 2002 P. Valdir und P. Jacinto (auf dem Foto in der Mitte), später kamen dann P. Levi, P. Demetrius, P. Marcio (2. von links), P. Ricardo (rechts) und P. Julio (2. von rechts). (Auf dem Foto links ist P. Tarcisio, der in Berlin lebt und arbeitet.)
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